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XXIV. Klasse. Glaswaaren.
chovacr Distrikt, auf den Gütern des Großbojaren VulpePhilippesco,Potaschesiedcreicn und Glasfabriken anzulegen. Die den Urwälderngleichenden dortigen Waldungen bestehen hauptsächlich aus Rothbuchcnund Eichen, in der Höhe aus Nadelholz. In den daselbst vorkommendenGncus- und Glimmerschicfergebirgen finden sich ganz reine, eiscnfreie,mächtige Quarzausscheidungcn, die zunächst das Material zur Glassabri-kation würden geliefert haben; ebenso kommt wenige Meilen davon, beiKympina, vortrefflicher Thon zu Häfen und Ocsen vor. Wie in Sieben-bürgen , so fehlt es aber hier, und in noch höherem Grade, an Arbeits-kräften, so dafi im Frühjahr 1837, in welcher Zeit ich jene Gegendenbcreisete, nicht einmal die Potaschesiederei, die aus Mangel an Eingeborncnnur mit fremden, und zwar Deutschen Arbeitern betrieben werden konnte,sich lohnte, indem die fremden Arbeiter, wegen dieses Mangels an Arbeits-kräften, einen für die dortigen Verhältnisse unerhörten Lohn beanspruchten,der den aus den Produkten gewonnenen Erlös weit überstieg.
Wie die Türkischen Einsendungen beweisen, so ist jetzt in der Moldaueine Tafelglashütte im Gange, welches Land übrigens wegen seiner zahl-reicheren Bevölkerung zu technischen Unternehmungen jetzt schon geeigneterist, als die Wallachei, in welcher fast ^ des fruchtbarsten Landes nochdes Anbaues und der Bearbeitung harren.
Auch zu Fenschir Koy in der Nähe von Konstantinopcl ist in neuererZeit von dem Sultan eine Glashütte errichtet worden, welche, wie ausden eingesandten Fabrikaten hervorgeht, ganz nach der zu Murano beiVenedig üblichen Weise arbeitet, und wirb es hierdurch wahrscheinlich, daßdie Arbeiter von dort entnommen sind.
Von den außereuropäischen Ländern stehen die Vereinigten Staatenvon Nordamerika bezüglich der Glassabrikation oben an. Es sollengegenwärtig an 200 Glashütten in diesen Staaten eristiren, die aber beiweitem den Bedarf nicht decken müssen, wie sich aus der bedeutenden Ein-fuhr von Glassabrikatcn anderer Länder wohl schließen läßt.
In Ehina, Indien und Persien scheint die Glassabrikation nichtmehr in der Ausdehnung betrieben zu werden, wie es wohl früher derFall gewesen, wenigstens wird sehr viel Glas aus Europa dort eingeführt.Ueber mehrere eigenthümliche Glasfabrikate dieser Länder weiter unten beiBeschreibung der zur Ausstellung eingesendeten Fabrikate.
Nach den liesst stm-ie^ wurven sämmtliche Glassabrikatc, wie sie inBd. I. S. 167 dieses Berichtes bereits angegeben worden find, in 7 Ab-theilungen gebracht, wovon jede wieder in mehrere Unterabtheilungen zer-fällt. Diese Eintheilung ist auch bei Auszählung der verschiedenen Fabri-ken, welche zur Ausstellung Einsendungen machten, in Nachstehendembeibehalten worden.