Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
330
JPEG-Download
 

330

XXIV. Klasse. Glasmaaren.

6>»s» kampan/' eine Niederlage von Tafelglas errichtet, und verkaufen zu nach-stehende» Preisen frei ins Schiff zu Antwerpen , i» Kiste» von 100, 200 und 300sZFuß Engl. , wofür keine Emballage berechnet wird. Ziel 4 Monat und 3 Proz.Sconto; für kleine Kisten von 50 ijZFuß Inhalt werden 5 Pence pr. Kiste in Rech-nung gebracht.

Für 100 lUFuß.

Summe

d.Höheu.Breite in

In Tafel» von

1.

Sorte.

2.

Sorte.

3.

Sorte.

4.

Sorte.

Zollen.

k,.

5i.

.1.

I..

8.

<l.

I-.

8.

<1.

T.

8.

st.

74 bis 61

44: 30 bis 33 : 28 Zoll

1

ll

4

1

5

4

14

2

12

6

60 - 5l

36:24 - 27:24 -

1

7

7

1

2

5

—

13

5

_

12

6

50 - 41

3l:I9 - 2l:20 -

1

i

3

—

17

4

_*

12

6

_

11

4

40 - 26

25: >5 - 14 :12 -

—

17

6

—

>4

2

—

10

9

—

9

4

25 - 14

l5:10 - 8: 6 -

—

15

8

—

12

6

—

9

4

—

8

4

') Eine ähnliche, wenn auch nicht gleiche Manier scheint man übrigens auch zuOffenbnrg im Großherzogthum Baden anzuwenden.

8 . 86 .

Südeurop a.

I. Oesterreich.

Von Oesterreich waren keine eigentlichen Tafelgläser, in denen es sich, wie über-haupt in allen seinen Glasfabrikaten so sehr auszeichnet, eingesendet worden, sondernnur mehrere geblasene und belegte Spiegelgläser, die wie von jeher, auch jetzt nochden ersten Rang als solche behaupteten.

Unter Nr. 582 stellte F. Abcle zu Neuhurkenthal in Böhme» einen geblasenenfacettirten Spiegel von 88 Zoll Höhe nnd 43 Zoll Breite in einem reichverziertenGoldrahmcn aus. Die Fabrik liegt in einer der unwirthbarsten Gegenden des Böh-merwaldes und hat 2 Schmelzöfen, >2 Streckest», 10 Kühl- und l3 andere Oefen,sowie 5 Pochwerke außer mehreren anderen HülfSanstalten, welche im Ganzen1200 Arbeiter beschäftigen und 2800 Etr. rohes, 500 Ctr. veredeltes Spiegelglas,sowie 15000 Schock Tafelglas nebst Stürzen erzeugen.

Die Reinheit und Schönheit des ausgestellten Fabrikates riß unwillkürlich zurBewunderung hin, aber noch mehr mußte man erstaunen über die Geschicklichkeitder Arbeiter, die die viele» Schwierigkeiten, welche sich der Bearbeitung geblasenerSpiegel in so großen Dimensionen entgegenstellen, nicht nur überwanden, sondernsogar ein ganz fehlerfreies Produkt von der schönsten Weiße und vorzüglichstenSchmelzung und Rasfinirnng zu liefern wußten. Der Preis dieses Spiegels war420 Fl.

Leider war der von der Spiegelmanusaktur zu Viehhofe» in Unterösterreich undzu St. Vineenz in Kärntheu unter Nr. 583 verzeichnete Spiegel beim Transport zer-brochen worden. Er sollte 86 Zoll hoch und 42 Zoll breit sein.

2. Türkei und Orient.

Moldau.

Seit einigen Jahren ist von Deutschen Arbeitern eine Tafelglashütte in derMoldau errichtet worden, aus welcher unter den Türkischen Einsendungen einigekleine Scheiben von Walzenglas sich befanden und unter Nr. 1980 als Tafelglas vonGroseschti ausgestellt waren. Ist auch dieses Glas noch nicht frei von Fehlern,wie man dies bei einem in jenem Lande ganz neuen Industriezweige auch nicht er-warten kann, enthält es noch eingeschmolzene Sandkörner und Bläschen, so ist die