Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
331
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tz§. 86 u. 87. Tafelglas aus Oesterreich, der Türkei u. Frankreich . ZZ1

Arbeit doch gut z» nennen und verdient um so mehr alles Lob, da Referenten au«eigener Erfahrung bekannt, wie schwierig eS ist, in jenen Ländern, die überhaupt »ochso wenig Industriezweige kultiviren, einen neue» einzuführen. Der Preis der sehrdünnen Tafeln von t IZFnß Wiener Maaß war zn 3» Para — l> Sgr, angegeben,In der Samnilnng des Königlichen Gewerbeinstituts zu Berlin , sowie in der techni-schen Sammlung zu Jena befinden sich Probe» hiervon.

K. 87.

Westeuropa.

Frankreich .

Von drei Fabriken Frankreichs war die Ausstellung aus dieser Abtheilung be-schickt worden,

Nr. 674. Patour, Drion und Comp. zu Anichc (Nord) stellte» ein großesSortiment verschiedenen Tafelglases und geblasener Spiegel aus. Das Tafelglaswar ziemlich weiß, gut geschmolzen und gleich gut gearbeitet. Unter den eingesendete»Gläsern befand sich doppeltes Tafelglas von 4 Millimeter Stärke und circa 32 Unze»auf den Eugl, LjjFuß, und zwar von großen Dimensionen, als:

48 Zoll auf 30 Zoll Engt,

62 - - 26 -

52 - - 33 -

Diese Gläser werden auch als Spiegel belegt und dienen unbelcgt znr Vergla-snng der Pariser Läden, Bon den dünneren Gläsern waren mehrere wie das Eng-lische Talent l'late geschliffen und dienen so zu Bedeckung von Kupferstichen >c. DenHerren Patour, Drion und Comh, wurde von der Zur» die Preismedaillezuerkannt,

Nr. 98l, Renard, Vater und Sohn zu Fresne bei Conde (Nord) hattenmehreres weißes, halbweißcs und ordinaires, sowie kannellirtes Tafelglas eingesendet,wie solches gewöhnlich in Frankreich im Handel vorkommt, wo man in der Fabri-kation des Tafelglases im Allgemeinen nicht so sorgfältig zu Werke geht, als beiFabrikation anderer Glassorten, Die Aussteller liefern aus sechs Schmelzöfen mo-natlich ungefähr 484,000 Engl, (ZFuß Glas . Ihnen wurde von der Jury eineehrenvolle Erwähnung zu Theil,

Nr, 1445. Gebrüder Robichon und Comp. zu Givors (Rhone ) beschicktendie Ausstellung mit farbigem Tafelglase, welches sich durch Gleichmäßigkeit und Le-bendigkeit der Farben auszeichnete. Der Rothübersang war hell und feurig, ebensowar das Violett, Blau und Gelb schön zn nenne». Die Preise der Tafeln von28 Zoll Höhe und 21^ Zoll Breite nach Engl . Maaße war wie in Folgendemangegeben,

Dunkclrothlleberfang (^ Zollstark) 6 Fr, —C. Bräunlichgclb . . , . 2 Fr. — C,- (schwächer) 5 - — - Gelbgrün.3 - 50 -

Lichtroth - .... 5 - — - Lichtgrün.2 - 50 -

Violett.2- — - Blaugrün.2 - 50 -

Kobaltblau.2 - 50 - Grünlichblau , . . , 2 - 50 -

Lichtblau.2-— - Kannellirtes Rubinglas 6 - — -

Gelb.2 - - -

Die Herren Gebrüder Robichon erhielten wegen der Vorzüge ihrer farbigenGläser die Preisnirdaillc,

Vergleicht man von diesem Abschnitt k, die Einsendungen und deren Preise ausden verschiedenen Ländern, so ergiebt sich, daß Deutschland , obgleich es sich in Bezugder quantitativen Produktion des Tafelglases und der Erportation desselben von