Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
337
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tz. 88. GcmaltcS und verziertes Tafelglas. ZZ7

Georg Shovc, zu Deptford uud 488 kiorv Oxknrll 8treet in London , hattedurch Bemalen der Rückseite von ebenen und gebogenen Glastafeln mit Oelfarben,Maser- und andere Hölzer, geäderte Marmore, Porphyre, Achate, Madreporkalke u, s. w.nachgeahmt und in mehrere» Eremplarcn ausgestellt.

Diese Imitationen von Maser- und geflammten Hölzern, so wie die der geäder-ten Marmore uns Glas, sind dem Herrn A. Newbery patentirt. Werden der-gleichen gemalte Glastafeln mittelst Kieselkalk-Cement auf Schiefer oder andereSteine, auf Ziegel oder Holz ausgekittet, so können die dünnsten Gläser hierzu ver-wendet werden, ohne der Gefahr des Zerbrechens ausgesetzt zu sein. Za, wenn dieAufkittung so erfolgt, daß keine Luftblasen zwischen den, Glase und der steinernen Un-terlage vorhanden sind, so halten die Gläser sogar, ohne zu zerbrechen, schwache Ham-merschläge aus.

Unter dem Namen „>Viullorv textu^lirell glsss", Fenstervorsetzer oder Blend-vorhänge vertretend, fanden sich Gläser ausgestellt, die zwischen zwei Tafeln ein- odermehrfarbigen Musli», Düll, Spitzengrund oder andere Webestoffe aufgeklebt enthielte».Die beiden Tafeln waren dann in Rahmen gefaßt »nd wie einfache Tafeln in densel-ben festgekittet. Auch hatte derselbe Aussteller ans buntem Glase geschnittene Buch-staben, die mittelst einer Harzaufiösung auf weißes Glas aufgeklebt waren, wodurchdie Tafel», wenn die Buchstaben eine andere'Farbe hatten, das Ansehen von ausge-sparte», Ueberfangglase erhielten, eingesendet. Gläser, wie daö tcxturalirell glass,hatte auch I. Danby, Chelsea, geliefert.

Ganz ähnliche Arbeite», wie die erwähnten, waren ebenfalls Von Robert Coga»,5 I'einec 8treet, Keieester 8g„aro zu London , ausgestellt und zu den Wand- und Fen-sterbekleidttngen eines transportabel» Pavillons, so wie zu den Fenstern selbst verwendet.NuSeinalidergeiionimen bildeten die Wände und Fenster transportable Glaö-Veranda'S.

Bizetelly und Branstvn, Kleet 8treet, zu London , hatten unter mehrerenanderen hauptsächlich in der Architektur Anwendung findenden verzierten Hohlgläsernauch verzierte Tafelgläser ausgestellt, die mit Gyps-, Glimmer-, SprengglaSstückche»,so wie ,»it verschiedenfarbigen Pigmente» „nd Metallblättchen unterlegt und mit Kiesel-kalk-Cement auf der Rückseite des Glases überklcidet waren. Auf solche Weise waren Ma-lachit, Lapis Laznli, Granit, Porphyr ». s. w. nachgeahmt, und theils zu Tischplatten,Fußböden »nd Wandbekleidnnge», theils, indem man sich ausgefüllter Glaswalzen be-diente, zu Sänlenstückcn „. s. w. verwendet. Die Fnßbodcnstückc ans bemaltem Tafel-glas waren nur 1 Zoll breit und 1—6 Zoll lang, und bildeten die Verzierungen ineiner Steinmosaik, welche letztere theils aus Kalksteinen, theils nur aus Kieselkalk-Cement zilsamnikiigesetzt war.

Von Georg DavieS, 20 A'inllbam 8treet, zu London , waren imitirte Marmore, durch Aufmalen von Oelfarben ans der Rückseite des Glases hervorgebracht,ausgestellt. Sie sollen zur Ausschmückung der innern Wände von Gebäuden, zurAusfüllung von Feldern in Holz-, Stein- »nd Metallarbeiten, zum Bekleiden vonAltären und sonstigem Täfelwerk diene». Die verschiedene» Marmore waren sehr ge-treu nachgeahmt, und haben den Vorzug vor dem wirklichen Marmor, daß die glatteOberfläche nicht so leicht die Politur verliert. Durch Unterlegen »nd Füttern mitKieselkalk-Cement werden, wie bereits oben schon erwähnt, die Gläser vor dem Zer-brechen geschützt, wie auch die Farben vor Zersetzung. Georg Davies wurdeeine ehrenvolle Erwähnung zu Theil.

William Davies, 7 Ilroallle)- 8treet, lilanlllvrll 8gnaro, zu London , hattezur Ausstellung zwei auf der Rückseite des Glases mit Oelfarbe gemalte Tafeln ein-gesendet, welche Gemälde, Blumen in einer Vase und einen in Wolken schwebendenEngel darstellten.

Henry Edwin Kiddle, 4 Kieler 8treet, blnrt»» b'olAate, zu London , stelltein einem Rahme» mehrere Sorten von durch Ausmalen mit Oelfarben auf derIII. 22