Band 
Dritter und letzter Theil.
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340
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340 XXIV. Klasse. GlaSwaaren.

China . Hewett und Comp., Sichart und Comp., mit Wasser und Lack-farben bemalte Glastafeln als Wandbilder und zu Laternen.

') Gessert Geschichte der Glasmalerei. Stuttgart 1839.

2 ) 6vtlex diplomstioo-lristorico-opistolaris. V»A. Vind. et (irsocis AIOOOXXlX.'I'om VI. ksrs I. ;>sg. 122. Xo. 3.

') Bd. 2. S. 193 der Pariser Ausgabe (1806).

') ^nccdotcs ok tbe srts in Ln»Isnd or komparative observations in ^drcbi-tectnre, 8culpture and kainting clriekl)- illustrated I»)' 8pecimens st Oxkord.I-ondon 1800.

°) Bericht über die Versammlung der Naturforscher zu Erlangen. Erlangen 1841.S. 177.

Abschnitt m.

8. 89.

Gegossenes Platten- und Spiegelglas.

In England werden diese Glassorten in parallelopipedischeu, durch Tonnen-gewölbe geschlossenen Schmelz- und Läuteröfen fabrizirt. Erstere enthalte» in derRegel 6 Häfen von 16 bis 1800 Pfd. Gehalt, letztere deren 8 zu 400 bis 600 Pfd.Ist in etwa 12 Stunde» die aus 300 Theile» Sand, 45 Theilen gebranntem Kalk,100 Theilen Soda und 300 Theilen GlaSbrocke», zuweilen auch etwas Schwer-spat!) bestehende Beschickung in dem Schmelzofen eingeschmolzen, so wird sie mittelstetwa 30 Pfd. fassender kupferner Löffel durch drei Mann aus den Häfen genom-men und in die ini Läuteröfen stehende» Gießhäfe» zur Läuterung gebracht, welchegewöhnlich 16 Stunden dauert. Die Gießhäfen werden dann mit einer Zange ge-faßt, auf Wage» gestellt und auf Eisenbahnen nach dem Meßtische gefahren, welcherjedesmal vor einem leeren Kühlofen aufgestellt ist und gleichfalls auf Eisenbahnensich weiter bewegen läßt. Mittelst eines KrahnS werden die Häfen über dem Meß-tische aufgezogen und auf diesen ausgeschüttet, eine gußeiserne Walze über die Massegezogen und die auf diese Weise erhaltene Glasplatte in den Kühlofcn geschoben.

Die Schmelz - und Läuteröfen sind theils aus künstliche», theils aus »atürlickenSandsteinen erbaut, unter welchen letzteren die von Newcastlc upon Tyne sehrgerühmt werden. Die meist cylindrischen Häfen sind aus Stourbridge-Thon gefer-tigt; die Schmelzhäfen besitzen eine Höhe von 5, die Gußhäfen von 3 Fuß; letzterehaben einen in der Mitte herumlaufenden, etwa 3 Zoll breiten Einschnitt, zum Fas-sen mit der Zange. Der Meßtisch besteht meist aus einer 19 Fuß langen und10 Fuß breiten, 6 bis 7 Zoll dicken Gußeisenplatte, welche 200 Centner wiegt und400 Lstr. kostet. Die hohle Rolle oder Walze ist 10 Fuß lang bei einem Durch-messer von 20 bis 24 Zoll, und 3 Zoll stark. Die Kühlöfen, die 60 Fuß lang,25 Fuß breit und 4 Fuß hoch sind, liegen je zwei neben einander init einer ge-meinschaftlichen Feuerung; jeder faßt 6 bis 8 Glasplatten.

Nach dem Abkühlen werden die Platten entweder ohne weitere Bearbeitung alsrohes GußtafelglaS (rnugl, 1'Iate) zur Dachbedeckung ,c. verwendet, oder sie werdengeschliffen und polirt (gronnd and polisked), um zur Verzinsung von Schaufensternzu dienen, oder sie werden mittelst Zinnfolie und Quecksilber belegt (silvered), umdann als Spiegel in den Handel zu kommen.

In den Englischen Spiegelfabriken, die Referent zu sehen Gelegenheit hatte,waren keine neuen Vorrichtungen an den Schleif - und Polir-Apparaten zu bemerken,dieselben sind fast allenthalben ganz so eingerichtet, wie sie in diesem Berichte,bei Erwähnung der Fabrikate von Gebr. Chance und Comp. (S. 300), be-