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§. 89. Gegossenes Platten- und Spiegelglas.
schiedenen Farben und Srärken, und mit mancherlei eingepreßten Figuren versehe».Die von gewöhnlicher Farbe, etwas grünlich, dienen znr Dachbedeckung, die andernzur Bekleidung von Zimmern, Hausgängen, zu Tisch - ,e. Platten, statt Marmor,Malachit und andern Steinen.
Außer diesen in größerer Ausdehnung betriebenen 1'Iate glass-Fabriken sindals noch sehr bedeutend bekannt: Die Birmingham klate glass-cvailc» (lompan)- zuSmethwik, in der Nähe von Birmingham , Direktor Herr Bnrkley, welche mit zweiSchmelz- und vier Gießöfen arbeitet und in der Vergrößerung der Produktion durchErrichtung neuer Oesen beschäftigt war. Die London- und Manchester -I'I-cke ßlas»LomjE)- zu St. Heleiis, Direktor Herr Blinckhor», welche mit acht Oesen arbeitetund ebenfalls den Betrieb bedeutend vermehren will.
Sämmtliche Englische Spiegel-Fabriken verkaufen nach einem im Jahre 1845gedruckten Tarife, auf dessen Sätze sie demnächst einen Rabatt geben, welcher von 25bis zu 60 Prozent für die größere» Dimensionen sich beläuft. Das Belege» kostet,wie erwähnt, 8 Pee. bis 2^ Sch. für den fZFuß, je nach der Größe, steigt aber beiden größerer Gläsern bis 12z Prozent des Werthes. Es kostet nach dem Tarif einunbelegtes Glas von
24 zu 36 Zoll. 2 Lstr. 1 Sch. 3 Pee.
50 - 6» - 13 - l - 9 -
36 - 100 - 20 - 3 - 7 ,
84 - 140 - 150 -II - 8 -
England soll jährlich an 2 Millionen Quadratfnß solcher Gläser produziren,und es vermehrt sich deren Erzeugung noch immer mehr. Ein großer Theil wirdals rohes Glas zur Dachbedeckung, der größere Theil des geschliffenen zu Laden-«nd andern Fenster-Scheiben, der kleinere Theil nur zu Spiegel» verwendet.
2. A»S Frankreich. Die vereinigten Fabriken vvn St. Gobin nnd Cireyhatten einige in jeder Beziehung ausgezeichnete Spiegel eingesendet. Der größteniaß 151 Quadratfuß.
Die Preise waren: 1845 bei
27 zu 21 Centimötres. 2 FrS. 50 Eent.
63 - 39 - 16 - 90 -
156 - 81 - 185 - - -
Eben so verdienen die Spiegel von Berlioz und Comp., Montlu?on, welcheFabrik einige Eremplarc belegt und »»belegt gesendet hatte, wegen ihrer Weiße, wiedurch die vorzügliche Regelmäßigkeit der Schleiferei nnd Politur, alles Lob.
Chamouillet in Paris hatte einen ovalen Spiegel und geätztes Spiegelglasin geschnitzten Holzrahmcn eingesendet.
3. Die erst vor wenigen Jahren in Belgien angelegte Spiegelglas-FabrikSt. Marie d'Oignies bei Charleroi hatte nichts eingesendet. Sie befindet sich inschwunghaftem Betriebe, und sendet viele rohe Gläser nach den Zollvereinsstaaten,')namentlich nach Fürth und Nürnberg. Eine Preisliste aus der Londoner Niederlageder 8ociete anonyme etc öruxelles enthält genau dieselben Sätze, wie die Londoner Tarife; die Rabattsätzj schwanken zwischen 50 bis 65 Prozent, für Belegen wird10 Prozent des Werthes berechnet.
Gepreßte Gläser hatten ausgestellt: Die ^eire anet kalüer kattle kompanxzu Castleford, ferner I. Powell und Söhne in London .
Gewalzte Gläser: James Hartley in Sunderland bei Newcastle , der einPatent darauf hat. — R. W. Swinburnc u. Comp. in Southshields bei New-castle , besonders farbige aller Art, den Marmor nachahmend, und vielfach verzierte; ebenso das Lockhead'sche veatilating glass, Dachziegel ic.
Zwar nicht zu der Fabrikation von Spiegelgläsern gehörig, dürften aber doch andiesem Orte die sogenannten damaScirten Spiegel erwähnt werde», welche von O.Reinsch zu Nürnberg erfunden und Verfertigt worden. Statt der Belegung mit einem