tz. 95. Vorwort. 363
Stonc, letzterer bis zur Hälfte des Ganzen, weit leichtflüssiger als Por-zellan und daher einen geringeren Hitzegrad zum Brennen erfordernd.
3. bis 7. farbiges, feines Steinzcug, unglasirt, JaspiSartigblau, Slegyptisckes schwarz, rotb, hellbraun und dunkelbraun. Das far-bige feine Steinzeug ist grösitcnthcils von derselben Grundmasse als dasweiße feine Steiuzeug, wird aber entweder in der ganzen Masse, oder nuroberflächlich durch eine Belegung mit einer Schicht von sogenannten Sln-gußsarben gefärbt. Das braune seine Steinzcug enthält statt des Fluß-mittels ^ kalcinirtcn Ocker und etwa 8 Prozent Braunstein.
8. Gemeines Steiuzeug mit Salzglasur. Bei dieser Thonwaareist der balbgeflofscne Zustand der Masse, Nichtanhängcn an der Zunge,zum Theil nickt durck einen Flußzusatz hervorgebracht, sondern nur durckeine stärkere Einwirkung des Feuers auf die nicht vollständig feuerbestän-dige Thonmasse. Die Zusammensetzung der Masse ist viel einfacher, alsbei dem feinen Steinzcug und Porzellan und besteht lediglich aus plasti-schem Thon, zum Theil mit einem Gcmengtheile, der sich im Feuer wenigoder nicht zusammenzieht und die Schwindung des Thons vermindert, alsfeinem Sand oder gemahlenen Scherben von gebranntem Steinzcug.
9. Chemische Gerälhe (nicht allein aus Steiuzeug sondern auchaußerdem aus ächtem Porzellan dargestellt). Diese Untcrabtbeilung be-trifft nicht eine besonders zusammengesetzte Tbonwaare und kann daherbei einer Klassifikation der Thonwaaren nach deren innerer Beschaffenheit -keinen Platz finden.
k. Fayence und ordinaire Töpferwaare. Die gebrannteMasse erdig, an der Zunge hängend, undurchsichtig, das Gcfügc mebroder weniger locker, wenig oder nicht klingend.
1. Feine, zur Verzierung durch Farben, Druck und Malerei mitScharffeucr- und Emailfarben geeignete Fayence (Steingut z. Th.); mehroder weniger weiße, ziemlich harte und etwas klingende Masse, mit durck-sichtiger, blciischer, auch Borar und andere alkalische Verbindungen, Feld-spat!) ic. enthaltender Glasur. Die sogenannte Crea», colmieeck tzueeiis-evaee (milchfarbige feine Fayence) gehört ebenfalls hicher.
2. Gemeine Fayence von milchweißer Farbe. Fayence von ge-ringer Weiße der Farbe mit undurchsichtiger, emailirter (zinnorydbaltiger)Bleiglasur.
3. und 4. Töpferwaarcn vorzüglicherer Qualität," von erdiger,mehr oder weniger gefärbter, in bester Sorte weißer Masse und blciischer,grüner oder meist brauner, durchsichtiger Glasur, die Grundmasse nichtvollständig verdeckend. Die Rockingham-Waare, eine bessere Sorte vonTöpfergeschirr, ist nach dem Ursprungsorte 'genannt. Diese Unterabthei-lungen sind übrigens auf den zu unwesentlichen Unterschied der Farbe derGlasur begründet.