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XXV. Klaffe. Gebrannte Waaren.
5. Delft -Waare, ein gemeines Fayence mit undurchsicbkiger Gla-sur, nach Delst in Holland genannt.
6. Majolica, Alte Fayence, von roth- oder gclbgebrannterGrunkmasse mit emailirter undurchsichtiger, weißer oder gefärbter und be-malter Glasur, im 15. und 16. Jahrhundert in Italien von Luca diNobbia dargestellt, ausgezeichnet durch geschmackvolle Formen und durchreiche, plastische Verzierungen. Die neueren Fabrikate, denselben Ge-schmack lind Styl nachahmend, werden gleichfalls Majolica genannt.
7. Mocha und Diptwaarc. Diese Bezeichnungen sind unbe-stimmt, ohne besondern technischen Werth und könnten noch durch vieleähnliche Namen, welche in verschiedenen Ländern bekannt sind und sichzum Theil aus Fabrikorte, zum Theil auf unwesentliche Unterschiede derFormen und Farbe rc. beziehen, vermehrt werden.
8. Ordinaire, bleiglasirte Töpserwaaren von geringerer Qualitätfür Gcräthc.
9. bis 13. In der Masse gefärbte, als: türkis, olivengrün rc.gefärbte Waare.
V. Terrakotta-Waaren, sodann Bauornamente, Ziegel,Backsteine.
Die Masse ist erdig, meist mehr oder weniger ungleichartig, immergefärbt, (brennt sich nicht weiß), weich, porös und locker, wenig klingend,undurchsichtig: Glasur wird nur ausnahmsweise angewendet.
Von den in der Englischen Eintheilung aufgeführten Umcrabthei-lungen, welche sich meistens auf den Zweck der Waaren beziehen, sind nurdie Terra-Eotta-Vasen und Gartcntöpse bei der Klasse XXV. geblieben,während die Abtheilungen der Bauornamente, Ziegel- und Backsteine derKlasse XXVII. zugetheilt worden sind.
Die Englische Klassifikation enthält ferner eine Abtheilung 6., welchedie Dekoration der Thonwaaren besonders behandelt und darnachfolgende Unterschiede aufstellt:
1. Aus Biscuit dekorirt, d. b. unter der Glasur sowohl mit derHand bemalt, als auch bedruckt und übertragen in verschiedenen Farben.
2. Auf der Glasur verziert; sowohl mit der Hand gemalt, alsauch vermittelst Anwendung der Presse bedruckt; Handdruck; Goldlüster;Silberlüstcr; Stahllüstcr; Emailirung in verschiedenen Farben ; Vergoldung.
Die Verzierung der Thonwaaren ist zwar ein sehr wesentlicher Theilder Fabrikation und muß bei der Beschreibung der Ausstellungsgegenständevielfach in Betracht komme», aber ein EintbcilungSgrund kann auf solche,bei den verschiedenen Sorten der Thonwaaren mehr oder weniger vorkom-mende sekundäre Eigenschaften nicht begründet werden. Ebensowenigwirb eine letzte Unterabtheilung II., nämlich Erzeugnisse für Zwecke desAckerbaues, zu berücksichtigen sein.