Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
366
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366 XXV. Klasse. Gebrannte Waaren.

der Leistungen der einzelnen Fabrikanstalten und der Industrie der ver-schiedenen Länder überhaupt unnötbig erschweren müßte.

Wir gehen nun zu den ausgestellten Gegenständen der einzelnenLänder über, soweit dieselben auf irgend eine Weise technisches oder na-tional - ökonomisches Interesse darbieten.

') Nach einer genauen chemische» 'Analyse enthält das Parian-PorzellanI

Kieselerde . -

. 63,74

Thonerde . .

. 29,71

Kalk.

1,4t

Natron . . .

. 4,39

Bittererde. .

. 0,41

99,66

8. 96.

Großbritannien, die Britischen Kolonien und auswärtigen. Besitzungen.

Die Thonwaarcu-Industrie Großbritanniens ist von der höchste» Bedeutung,und wenn auch das ächte Porzellan, als das edelste Produkt der Thonwaaren, nurdurch einen einzigen Aussteller vertreten wurde, so war dagegen das Englische Por-zellan und vorzüglich das durch seine Lortresflichkeit anerkannte, nach allen Theile»der Welt, auch »ach Deutschland , wo aber in neuerer Zeit die gegen früher weitvorgeschrittenen Erzeugnisse der einheimischen Fabriken die Konkurrenz zu behauptenanfangen, in großen Quantitäten ausgeführte porzellanartige, feine Stcinzeng (8to„e-Okina) und die feine Weiße Fayence, ferner die besseren Sorten von Töpferwaare»,das salzglasirte, gemeine Steinzeug ic., in reichem Maße in der Ausstellung vor-handen.

Die Aussteller in diesem Zweige sind der Vorzüglichkeit und Wichtigkeit ihrerProdukte nach in folgender Reihe aufzuführen.

H. Minton und Comp. zu Stoke am Treut, Staffordshirc, unbestrittendie ausgezeichnetsten Fabrikanten Großbritanniens in der jetzigen Zeit. Die von den-selben ausgestellten Produkte umfassen mit wenigen Ausnahmen das ganze Gebietder Thonwaaren-Industrie in allen Abtheilungen und zeigen überall die vorzüglich-sten Leistungen.

Besondere Erwähnung verdienen nachstehende Artikel:

l. AechtcS, hartes Porzellan zu chemischen Geräthschaften, Tiegeln, Abdamps-schaalen w. verarbeitet (vergl. Band I. Seite 798). Der erste gelungene Versuchdieser Art in Großbritannien und nach angestellter, intensiver Probe dem Zeugnisseeines anerkannten Chemikers zufolge vollständig dem Zweck entsprechend.

Sollte die Darstellung dieses ächten Porzellans im Großen dem Fabrikantenwirklich pekuniäre Vortheile bieten, was noch einigermaßen zu bezweifeln ist, sokönnte dadurch den Deutschen Fabriken in diesem Artikel, wenigstens auf dem Eng-lischen Markte, ein Konkurrent erwachsen, wenn diese nicht durch ihre außerordentlichbilligen Preise auch fernerhin die Oberhand behalten, was jedoch in dem Zuryberichtein Abrede gestellt werden will, wogegen man aber bescheidene Zweifel zu äußern be-rechtigt erscheint. Für jetzt muß die Anfertigung der chemischen Gefäße aus ächtemPorzellan durch Minton noch als Versuch gelten, da dieselben noch nicht in dengroßen Verkehr gelangt sind; übrigens find die ausgestellten Gegenstände aus ächtem