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XXV. Klasse. Vcbranntc Waaren.
einer Thvnwaare von geringerer Gattung (ein sogenanntes, aber in Lergleichung mitgleichnamigen Erzeugnissen anderer Fabriken weniger gutes Ironktone-Cbin-,. vonrauh glassrter und schwerfällig bearbeiteter Masse) wiedergeben zu können, währenddie vielfach bei andern Ausstellern zu beobachtende einsichtsvollere Anwendung derursprünglichen Chinesischen oder vielmehr Japanischen Malerei, blaue Blätterrankcnund ockerfarbige Blumen unter der Glasur gemalt, mit Goldzeichnung auf der Glasur, eine sehr schöne Dekoration der feinern Thonwaaren bildet.
Unter den Englischen Ausstellern hatten sich ferner durch ihre Einsendungenausgezeichnet: T. I. und I. Mayer zu Dale Hall Pottcry bei Burslem, Stasifordshire. Außer den von andern Ausstellern zum Theil bereits erwähnten Gegen-ständen (Bechern und Kannen aus Parianmaffe mit erhabenen Verzierungen vonweißer Farbe, oder mit Platins,berlegnng auf verschiedenfarbigem Grunde), feineFayence-Tafelservice, Waschbasinständer ic., weiß, gemalt und bedruckt, Gartcnsitzc,sogenannte Chinesische Mandarinsitze und eine recht artige Nachbildung eines abge-hauenen Baumstamms, luftdicht schließende Kapseln für eingemachte Eßwaaren, sehrhartes, hohen Temperaturen widerstehendes Steiuzeug, zn Theekannen ic. verarbeitet,waren von T. I. und I. Mayer Anwendungen der noch wenig allgemein verbrei-teten, obgleich keineswegs ganz neuen Methode des buntfarbigen Kupserstichdruckesausgestellt, namentlich sind die eingesandten sogenannten 81>acv-tilos oder Ankündi-gungstafeln für Detaillisten mit Abbildung ihrer Verkaufslokale als etwas Neues zuerwähne».
Buntbedruckte Gegenstände, Teller nnd Platten mit größer» Tableaur, Genre-bilder ic. haben ferner F. und R. Pratt und Comp-, Fenton Pctteries, Stafford-shire, ausgestellt. Die Anwendung des Buntdrucks verdient einige Aufmerksam-keit, indem dieselbe noch einer weit vollkommneren Ausbildung fähig ist. Dieerste Einführung des Buntdrucks in England, welche erst 1848 stattfand, wird vonmehreren Fabrikanten, namentlich den beiden cbengenannten Firmen, in Anspruchgenommen; auf dem Kontinent war derselbe bereits früher bekannt.
T. und R. Boote zu Burslem, Stassordshire, harten in feinem Steinzeug undfeiner Fayence eine schöne Sammlung zur Anschauung gebracht, in ersterem nament-lich ein großes, außen unglasirtes Gefäß von 3 Fuß Höhe, mit weißen Basrelief-Figurenauf hellgrauem Grunde, ferner Kannen von angenehmer Form, ebenfalls außen un-glasirt, mit einer dünnen Schicht von blaßgrünlich-grauer Farbe anf der streifen-weise durch Hinwegnahme dieser Schicht auch äußerlich sich darstellenden reinweißenGrundmaffe. Das Verfahren, verschiedenfarbige Thone zu vereinigen, den einenThon in den andern gleichsam einzulegen und dadurch eigenthümliche Verzierungenauf Fayence hervorzubringen, gründet sich zum Theil auf eine von Boote pateutirteneue Methode. Die eingesendeten Vasen glasirter feiner Fayence, weiß mit gold-gczeichneten Figuren nach der Antike, oder schwarz mit blauen goldgerändertcn Figu-ren, zeichneten sich durch gefällige Formen aus.
I. Dimmock, Shclton Potteries, Stassordshire, verdient Erwähnung wegender ausgestellten guten Waaren aus feinem glasirten Steiuzeug und feiner Fayence ;ferner Bell und Comp. aus Glasgow (der einzige Aussteller aus Schottland ), Ge-genstände aus Englischem Porzellan und feinem Steiuzeug von schöner weißglasirterMasse und geschmackvoller, der betreffenden Thonwaare angemessener, nicht zu weitausgedehnter Verzierung, Parian-Statuetten ic. I. Edwards und Söhne,Dale Hall, Stassordshire, Paria»-Vase von ungewöhnlich großen Dimensionen, des-gleichen große Fayenceplatte».
G. Grainger und Comp., von Worcester , haben sogenanntes Halbporzellan,ein angeblich nach Zeugnissen von Chemiker» in der Maffenzusaiumensetzung demächten Porzellan sich näherndes Produkt, ausgestellt, zu chemischen Geräthen, Tiegelnund Abdampfschalen verarbeitet.