Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
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Z02 XXV. Klasse. CKbranntr Waare».

sordernugcn der Kaust nicht entsprechen möge». Jedenfalls sind diese damrhaftcnGefäße aus ächten, Porzellan ei» sehr werthvoller Artikel für die cinheimischcn Kon-su,»enteil, für welche diese Waare »och außerdem durch besondere Wohlfcilhcit sichcnlpfiehlt.

Durch Verinittelnng der Aussteller, Pinto Basto und Comp., waren zugleichinteressante poröse Gefäße zu», Knhlhaltcn oo» Flüssigkeiten (Alcarazza), wie sie fürwärmere Klimate besonderes Bedürfniß sind. eingesendet. Diese Gefäße sind meistdun» ausgearbeitet, nur schwach gebrannt und nnglasirt; sie bestehen aus einer Terra-Cotta ähnlicher Masse; die Formen erinnern an Ostindischcn Ursprung. Die Ab.kühlnng wird bekanntlich dadurch bewirkt, daß Flüssigkeit durch die Poren in kleinenMengen durchsickert, und eine äußerst dünne verdampfende und dadnrch abkühlendeSchicht auf der äußern Oberfläche bildet.

Ferner waren ordinaire Kochgeschirre von bauchiger Form ausgestellt, wie siein Port.ngal gebräuchlich sind, anö einem durch den Glimmcrgehatt als kaolinartigzu erkennenden Thone, ziemlich stark gebrannt u»v nnglasirt. Das Brennen dieserGeschirre geschieht nach erhaltenen Angabe» i» Gruben, worin die Gefäße mitBrennmaterial nmgeben, unmittelbar eingesetzt werden; die ungleiche Einwirkung desFeuers ergicbt sich durch die „„regelmäßig anS dem Hellgrauen in das Schwärzlicheverlaufende Farbe. Stach dein Aensier» zu schließen, besitzen diese Kochgeschirre eineziemliche Haltbarkeit.

In dem für die Türkei bestimmten Raume der Ausstellung befanden sich mehrereGegenstände aus ächtem Porzellan, von sehr zweifelhaftem Ursprünge, wenigstensdeutet die Darstellung von lebenden Wesen (Vögeln, Schmetterlingen w.) nicht ausden Mahomedanische» Orient; — wahrscheinlich sind diese Gegenstände anS Ocsterreich oder Sachsen eingeführt.

Griechenland hat von Thonwaare» nichts ausgestellt.

Von Anßer-Enropäische» Länder» ist bereits Ostindien'« als einer Briti-schen Besitzung Erwähnung geschehen; von den übrigen Asiatischen Ländern kommthier nur Ehina und Japan in Betracht. Jedoch ist von daher nichts von Fabrikanten selbst ausgestellt worden. Mehrere Englische Kaufleute haben sich dasVerdienst erworben, diese Lücke ausgefüllt z» haben, wodurch die Ausstellung allerdingsan Vollständigkeit gewonnen hat. In dein Berichte über eine Ausstellung, den ge-genwärtigen Standpunkt der Industrie zur Anschauung bringend, kann dagegen dieBeschreibung einer mehr ethnographische» Sammlung, a»S verschiedenen Zeiten stau,mend, so interessant dieselbe auch sein möchte, nicht wohl eine Stelle finde», undzwar um so weniger, als nnr bereits längst Bekannte« wiederholt werden müßte.Es besteht wohl kein technisches Museum von irgend welcher Bedeutung, worin dieErzeugnisse EhinaS, namentlich die sehr geschätzten Porzellane, nicht eine Stelle ge-sunden hätten.

Es genüge hier nnr die Bemerkung, daß nach Angaben mehrerer, mit dem Chi-nesischen Handel durchaus vertrauter Kaufleute, die beste Sorte des Chinesischen Por-zellans gegenwärtig nicht mehr dargestellt wird, da die Kenntniß der Fundstätte desvorzüglichsten Porzcllanthons verloren gegangen sein soll. Soviel ist gewiß, daß dieerste Qualität nnr als seltenere Antignität im Handel erscheint. Zu dieser bestenSorte des Chinesischen Porzellans gehören namentlich die zu Papierdünue ausge-arbeiteten Gegenstände, Tassen, Teller, Schalen und Kannen w., welche allerdingseine weit größere Härte und Festigkeit besitzen, als die gleich dünnen gegossene»Waaren von Sovres und andern Orten, außerdem auch in, Vergleich mit den neuernChinesischen Erzeugnissen mit größerer Sorgfalt und mit schöneren, lebhafteren Far-ben gemalt sind. Allgemein bekannt sind die kolossalen Porzellangefäßc EhinaS,sogenannte Mandarin-Vasen, welche nur schwierig und mit außerordentlichen Kosten