Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXVII, Klaffe. Fabrikate aus Mineralstoffen.

gehört. Ein säulenartiges Postament; der unterste Sockel aus Kunzendorfer (schle-sischem) Marmor, der Stamm aus gneusartigem Granit, mit eingesprengten Grana-ten, die Base und das Kapital aus carrarischem Marmor.

Außer Cantian hatten noch ausgestellt:

Laverdure aus Breslau und von Minutoli aus Liegnitz (19l) einen SatzTafeln von verschiedenen Sorten schlefischen Marmors,

Porzelt und Harperath, aus Köln (317), ein reichverzierter Kamin imRenaiffaneestpl aus weißem carrarischen Marmor.

Die Herzogt, Naffauische Marniorfabrik zu Diez (Zollverein 8, Nr, 4 und 5)hatte polirte Tafeln aus inländischem Marmor, desgleichen Vasen von vcrschiednerFarbe, Leuchter u, dgl,, letztere namentlich wegen des wohlfeilen Preises, ausgestellt.

Die Herzogt, Braunschweigische Obcrhütteninspektion z» Rübeland Marmorplat-ten von schwarzgrauer und rother Färbung.

r) Aussteller aus Oesterreich, Frankreich, Belgien, Portugal ,Italien, Rußland .

Unter den übrigen nichtenglischen Ausstellern dieser Abtheilung zeichneten sichbesonders a»S:

Bottinelli aus Mailand (72k), Kaniinbekleidungen.

I. B. Bossi aus Paris (773), Marmortisch.

A. Leckere aus Brüffel (425). Kaniinbekleidungen aus Belgischem Marmor.

Dejeant (Portugal Nr, 232 -247) Marmvrtischplatten,

Die zur Kunstabtheilung der Ausstellung gehörigen eigentlichen Mosaikarbeitcnaus Rom (15, 17, 20), aus ToSkana (98, 112, 113) und der Kaiserlich Russischen Manufaktur zu Peterhof können hier nur erwähnt werden.

') Welche falsche Ansichten in vorgedachter Beziehung noch eristire», davongiebl unter Anderen die Deutsche Uebersetzung (8. Auflage) von RondeletS „Kunstzu bauen" einen Beweis, woselbst es Bd. 1, Seite 94 in einer Note heißt: „Eng-land ist arm an Marmor; nur die Provinz Dorset liefert einige politurfähigeMarmore; von Schottland bezieht England hauptsächlich seinen Bedarf an diesemMateriale.

8 . 116 .

Arbeiten aus Granit, Serpentin und Porphyr.

1. Arbeiten aus Granit,a) Britische Aussteller,

Die reichen Granitlager Cornwalls, Dcvonshires, Irlands und Schottlands vonverschiedenartigster Zusammensetzung, Tertur, Farbe liefern schönes zum Bearbeite»für ornamentale Zwecke vortrefflich geeignetes Material. Wie weit auch hier derVollkommenheitsgrad der betreffenden Ausführungen gediehen ist, zeigten die ausge-stellten Gegenstände in hinreichendem Maße. Besonders hervorragend war die Aus-stellung von Pcarce in Truro (75), hinsichtlich Mannigfaltigkeit schöner Formenund Politur der betreffenden Stücke aus verschiedene« sind meist sehr schonen SortenCornwaller Granite, als Säulen, Säulenfüße, Kaniinbekleidungen ic. (Der illu-strirte Katalog giebt Abbildungen.)

Wie sehr sich ferner die Cornwaller Granite zur Herstellung der mächtigstenOrnamente eignen, davon gab die schön bearbeitete ionische Säule ein Zeugniß,welche die Kompanie der Cheesewring Granit-Brüche bei Liskeard, dem Herzoge vonCornwall gehörig (Westende, Nordseite Nr. 54), ausgestellt hatte. Der Schaft derSäule hatte beinahe 2 Fuß Durchmesser; die Totalhöhe von der Basis bis zum