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XXVII. Klasse. Fabrikate aus Mineralstoffe».
halb zu derartige» Zwecken bei Englischen Kirchenbauten, im Inner» des neuenParlameutgebäudeS (dessen äußerer Baustein bekanntlich magnefiahaltiger, harterKalkstein von Norrh Anstelle in Jorkshire ist) häufig verwendet.
Der Bathstvne (von Bath in Somerset ) ist gleichfalls ein Kalkstein, jedoch beiweitem grobkörniger als der vorhergenannte, iuimerhili jedoch zu Stein- und Bild-hauerarbeiten recht brauchbar.
Die ausgezeichnetste Arbeit in Caen-Stei», welche diese Abtheilung auszuweisenhatte, war T. K. Margett'S und H. EyleS's, Orford (Nr. 9l), ausgestellterTaufst«». Motiv, Zeichnung und Ausführung mußten als ganz vorzüglich bezeich-net werden. Bom Fnßgestelle aus erhoben sich acht zarte Säulen in entsprechenderBiegung, vor denen, etwa in halber Höhe, eben soviel verschiedene Engelgestalten zuschweben schienen, während sich aus per Mitte über den Engelsköpfen das Tauf-becken erhob, unterhalb umkränzt von reichem Laubgewinde, dessen freie Stämme inder Fußplatte des Ganzen wurzelten. (Eine Abbildung giebt der illustrirte Katalog.)Beim Zeichnen der sämmtlichen Ornamente hatte man sich der freien Blumenformbedient und diese stvlisirt. Die Ausführung der Profilirungen war gleich scharf undschön; mehrere der sogenannten untcrgearbeitetcn Partiee« waren Zeugnisse der größ-ten Geschicklichkeit; die ganze Arbeit eines Künstlers vollkommen würdig.
Ebenfalls schöne Architektur und gute Ausführungen zeigten R. Brown's,BloomSburl) (Nr. 52), Grabdenkmal aus Caeu-Stcin, und Laue und LewiS's,Elifton bei Bristol (Nr. 53), Bildsäule St. Peter's, in einer Nische stehend.
Die Beschaffenheit des sogenannte» Bath-Steines und seine Verwendung fürornamentale Zwecke ließen besonders I. Vaughau's, Bath (Nr. 20) ausgestellteVase und ein Fußgcstell (Postament) erkennen.
Von den nichtenglischen Ausstellern ist als hierher gehörig insbesondere A.De sang es, Pari« (Nr. ll84), schön gearbeiteter Kaminbekleidung aus sogenanntem Tonne«-Stein zu gedenken. Genannter Stein (aus dem Departement derKenne) ist einer der schönsten bekannten Bausteine (Kalksteine?), von feinem unddichtem Korne. Wegen seiner schönen weißen Farbe wird er besonders zu Werken derPrachtbaukunst und der Bildhauerei verwendet.
2. Arbeiten aus Schiefer.
Das große Streben der Engländer, ihre meist ausgezeichneten Schiefersorten zuallerhand nützlichen Geräthschaften und Zwecken, abgesehen vorn DachdeckungSmate-riale, zu verwenden, dürste noch niemals und nirgends so ungemein in die Augenfallend aufgetreten sein, als dies durch die ausgestellten Gegenstände geschah.
Besonders bemerkenswcrth waren in dieser Beziehung Blackburn'S von derZnselValentia, Irland (Nr. 2lj, eingesandte Arbeiten, als: Gartentische, Sitzbänke,Wandbekleidungen für chemische Fabriken, Brauhäuser, öffentliche Uriniranstalten,welche sämmtlich hinsichtlich Zweckmäßigkeit, Reinlichkeit und Wohlfcilheit nicht genugzu empfehlen sind.
Ferner T. Stirling's, London (Nr. 120), Kaminbekleidungeu, MilchsattenTeigrollen (statt der Rollhölzer), Klristertische, Schreibzeuge u. s. w. und nicht min-der die höchst zweckmäßigen und wirksamen Wafferfilter, in denen die Schlacken vonEiscnhohösen als Reinigungsmittel benutzt werden.
Als Sonderbarkeit, aber auch als Zeichen, in welchen großen Stücken sich derSchiefer der berühmten Penrhyn-Brüche in Wales '), unweit Bangor, gut verarbeitenläßt, erschien Roland s, Llandegac, bei Bangor (Nr. L3), Riesen-Tintenfaß. Werindeß jene Brüche besuchte, wird wissen, wie man daselbst auch die mannigfaltigsten,nützlichen Gegenstände geschmackvoll und verhältnißmäßig billig herzustellen versteht.
Als besonders beachtungswerth erschien die auffallend reichhaltige Ausstellungvon auf Schiefer als Grundmaffe nachgebildetem Marmor und anderen zu dekorati-