Band 
Dritter und letzter Theil.
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tz. 118. Arbeiten aus Steinkohle. 449

ven Zwecken gebräuchlichen Steinarten, deren billiger Preis sie zur allgemeinen An-wendung nngeniein geeignet macht.

Vor Allem in die Augen fallend war in dieser Beziehung von E. E. Magnns,London (Nr. 46), ein großartiges Bad von 16 Fuß Länge, 13-; Fuß Höhe und3 Fuß Breite (Zeichnung nach Englischem Renaissance-Styl, Niesche, in deren Ver-tiefung die Badewanne, seitlich Säulen, eine» schönen Fronton tragend ic.).

Die sehr gelungenen Nachbildungen verschiedenartiger Marmore, Porphyre, La-pis Laznli ic. wurden als Emailirnngen (nach Angabe des Ausstellers bei einerTemperatur von 600° F.) bezeichnet, was jedoch im wahren Sinne des Wortes durch-aus nicht der Fall sein konnte, da sich, unter andern Merkmalen, die Oberfläche überallmit den Fingernägeln sehr leicht eindrücke» und kratzen ließ. Höchst wahrscheinlichhatte man bloß ein Einbrennen sogenannter Deckfarben vorgenommen, was jedochimmerhin bei der Größe der Theile mit nicht geringer Schwierigkeit verbunden ge-wesen sein mag. Die ganze Arbeit zeigte die größte Gleichförmigkeit, nirgends er-kannte man ZusanimcnsetzungSsiellen, überall trat die größte Geschicklichkeit der Aus-führung hervor.

Nicht geringeres Lob verdienen andere von Magnns ausgestellte Arbeite»,z. B. Kandelaber, Nachahmungen von Porphyr; Tische und Kaminbckleidungen,Nachbildungen schwarzen Marmors ic. Alle diese Gegenstände sollen sich überdiesdurch Dauerhaftigkeit und Wohlfeilheit empfehlen. Ein Billard, dessen Tafel ausSchiefer, mit Einfassungen und Füßen von nachgebildetem Marmor, sollte höchstens>20 Lstr. zu stehen komme».

Das Vollendetste und Schönste, was die ganze Ausstellung von Marmor- undHolzimitationen, wozu Schiefer als Grnndkörper benutzt war, ausweisen konnte, wa-ren unstreitig T. Kershaw's, London (Nr. l), eingesendete Platten. Die Nachah-mungen waren täuschend ähnlich, insbesondere dürften die Holznachahmungen nochnirgends ausgezeichneter vorgekommen sein. Wohlfeilheit soll gleichfalls diese Arbei-ten noch überdies empfehle». Der Herstellungsprozeß schien einfach der zu sein, daßman erst Schiefer genialt und sodann eine Lackpolitur oder einen anderen Firniß (?)darüber gelegt hatte.

Ebenfalls bemerkcnswerthe Nachahmungen von Marmor auf Schiefer hattenausgestellt I. Bradley (Nr. 35), Nicol und Allen, London (Nr. 69) und meh-rere Andere.

Hierher gehörige Arbeite» (außer Dachschiefer) von Nichtengländern fanden sich,mit Ausnahme von Forton, Duponceau und Comp., Chattemau, Departe-ment Mayenne (Nr. 1228), schöner Billardtafcl aus Schiefer, nicht vor.

Aus dem Zollvereine hatte die Herzogt. Naffauische Bergbau-Verwaltmig Probenvon Dachschiefcr, welcher am Rhein und an der Lahn bricht, eingesendet.

3. Arbeiten anö Steinkohle.

Die außerordentliche Befähigung der Cannelkohle zn einer Bearbeitung, ähnlichdem Marmor, für kleinere, namentlich LuruSgegenstände, als eine längst bekannteSache, ließ die hiervon ausgestellten Gegenstände als in das Gebiet der Merkwür-digkeiten gehörig erscheinen.

Der Größe und schönen Form wegen besonders auffallend, war eine dreisitzige,aus einem einzigen Stücke Parrot-Cannelkohle gearbeitete Gartenbank, von Th.W. Waun (Nr. 140) gefertigt und vom Prinzen Albert zur Ausstellung geschickt.DaS äußere Aussehen glich fast dem schönsten Ebenholze. Ein zweites, wenn auchweniger gelungenes, derartiges Stück war ein aus Neweastler Cannelkohle gearbeite-ter und von Ramsey (Nr. 90) eingesandter Weinkühler.

Viel Beifall und Liebhaber fand dagegen ein dritter Gegenstand, nämlich einSchachbrett mit Schachfiguren aus Cannelkohle und Alabaster (16 schwarze, 16 weißeFiguren). Schärfe der Arbeit und Schönheit der Formen verdienten gleiches Lob.

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