Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXVII. Klasse. Fabrikate aus Milieralstoffe».

") Ueber die Anwendung den Gchiefcrplatten aus Wales zu baulichen Zwecke»,ei» Aufsatz nein Geh. Ober-Banrath Busse in den Verhandlungen des Gcwerbe-Bereinö in Preußen, Jahrgang 1845 Seite ltztl. Ferner Jahrg. l84li Seite l32,sowie: über Englischen Schiefer und insbesondere die Schiefcrbrüchc in Wales einAufsatz vom Eisenbahnban-Jnspektor Bnrcsch, in> Notichlatte des HannoverschenArchitekten und Jngenienr-LereinS. Bd. I. S. 3l4 (Jahrgang >85 l).

Abschnitt II.

Arbntm uns Thon, Stuck und Lemenl.

K. 11».

Arbeiten auö Thon.

Mit wenigen Ausnahmen zeichnete sich die Englische Abtheilung auch in diesen:Gebiete durch Reichhaltigkeit, Vielseitigkeit, strebsames Fortschreiten vor fast allenanderen Nationen aus. Auch hierzu bietet allerdings da« vorzügliche, in mehrfacherHinsicht sogar unübertreffliche Material die besondere Veranlassung; nicht »linderaber gebührt der rechten Benutzung dieser Mittel eine ganz besondere Anerkennung.

Die mannigfaltigen hierher gehörigen Gegenstände mögen in folgenden Abtheilungen besprochen werden.

l. Ziegel und Arbeiten aus feuerfestem Thone.

Unter den verschiedenen, mehrfach ausgestellten Ziegeln, als Mauer- oder Dachsteine, waren die Hohlziegel und daraus konstrnirten Gebäude der „Gesellschaft zurVerbesserung der Wohnungen der arbeitenden Klaffe" (124) Gegenstände, welcheganz besondere Nufmerksamkeit erregten.

Die Geschichte der Baukunst lehrt allerdings, daß Hohlziegel schon bei vcrschicdenen Bauwerken der ältesten Vorzeit bekannt gewesen sind, unter Anderen bei denJndiern, Römer», den spätere» Bauten der Tempelherren im nördlichen Dcntschland, ganz neuerdings auch in Frankreich und Deutschland , allein alle diese Ziegelhatten mehr oder weniger prinzipiell die Topfform und schienen als solche mehr zubesonderen Zwecken, als zur allgemeinen Anwendbarkeit geeignet. Letzteres ist jedoch»„bezweifelt bei den Hohlziegel» der Fall, wie solche zuerst der Architekt der genau»tcn Gesellschaft, Herr Roberts, in Anwendung gebracht haben soll. Die parallele'-bipedische Form dieser Ziegel macht sie z» jeder Art von Verband geeignet, sowieüberhaupt das Urtheil feststehe» dürfte, daß sie überall da wo die betreffenden Bauwerke nicht große Lasten zu tragen haben, nicht bedeutende» Druck auszuhaltenbrauchen,'von ganz entschiedenem Nutzen sind. Abgesehen davon, daß, nach R obertö Angaben, daraus hergestellte Gebäude 20 Prozent wohlfeiler sein solle», alsbei Anwendung gewöhnlicher Banziegel, bieten sie alle Vortheile, welche bereits vonden oben erwähnten Topfzicgeln allgemein anerkannt worden sind, und wozu mannoch rechnen muß: Trockenheit der Gebäude, größere Wärme in denselben, Vermin-derung oder Veruicidnng der Schaklleitnng, Leichtigkeit Ventilationen einzurichten rc.

Daß diese Ziegel auch in Deutschland Eingang und mehrseitige Anwendnngfinden werden, ist gewiß nicht zu bezweifeln. Wir bemerkten daher mit besondere»!Vergnügen unter den eingesandten Artikeln der großartigen Thouwaarenfabrik vonA. Mißbach, in Wien (tilO), bereits sehr gut gelungene Hohlziegel.

Clahdonü (in London ) Maschine") znr Fabrikation dieser Hohlziegel, sowiedessen besonders eingerichteter Ofen zum Brennen derselben, wurden in England vorallen anderen als vorzüglich brauchbar genannt.

Nächst den mehrfach ausgestellte» verzierten Ziegeln verschiedenartiger Formenund Färbung, wovon wir insbesondere die reichhaltige Einsendung R. BrvwnS(Kingston, l l7) lobenswcrlh hervorheben müssen, erregten besonders die Ziegel Bei-