Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXVII. Klasse. Fabrikate aus Mineralstr'sfr».

') Referent muß übrigens bki dieser Gelegenheit bemerken, daß er bei seinenvielfache» technischen Reisen in England zur Zeit der Ausstellung, nirgend- Ma-schinen z»r Erzcngung gewöhnlicher Bausteine im Gebrauche gefunden hat. Ob esdaher der von N. Milch in Warmbrnn» (Zollverein 9) in Zeichnung (liebst Jiegelprobcn) ausgestellte» Ziegelpresse besser ergeben wird, als ihren vielfachen Eng-lischen und Französischen Vorgängern, wollen .wir hier im Interesse dieses Herr»wenigstens wünschen.

Die Darstellung der 'Tossorao für Mosaiken wurde 1840 von Prosscr inBirmingham angegeben; siehe darüber die Verhandlungen des Gewcrbcvcrcins inPreußen, Jahrg. 1843 Seite 17 >.

8 . 120 .

Arbeiten aus Seaglioln, Stuerv »iid Cement.

Seagliola (von Scüglia, Schuppe, Rinde) ist bekanntlich ein Gemenge von sei-nen! Gips und gepulvertem FranenglaS, (GipSspath, Seleuit) mittelst Leim zu einemTeige geformt, während Stneeo (Gipsarbeit) einfach aus Gips und Leimwaffer be-reitet wird. Mittelst beider Massen sucht mau tbenre Steinsorten für ornamentaleZwecke zu ersehen, insbesondere aber künstlichen Marmor zu erzeugen, wozu je nachden beabsichtigten Zeichnungen nnd Färbungen entsprechende Pigmente mit den ge-dachten Gemengen verbunden werden.

Dergleichen schön gelmigenc Arbeiten von geschmackvollen Forme» hatten aus-gestellt: D. Dvlan, Salsord (45), Gothische Säulen nnd Bogen in Seagliola. —Gebrüder Della Balle nnd Roniili, Livcrno (ll4, Il8, ToScana), Tischennd eine Vase in Seagliola, fast ohne Ausnahme Gegenstände, die als Kunstpro-dukte betrachtet werden konnten.

Lobenswertste Stneeo-Arbeiten hatten geliefert Orsi nnd Armani, London (36). Ganz vorzüglich gelungen waren Platten, sowie Säulcnschästc von marmor-artigem Ansehen mit weißem Grunde.

MooSbrngger und Kobbc ans Koblenz (428), drei Tischplatten mitMosaikcinlagen.

Einen ganz ausgezeichneten ebenfalls hierher gehörigen Gegenstand hattenFrancis nnd Söhne, Ni»e Eln,S (47), ausgestellt. Große Wandverziernng(Schirm), Bogenstellung von Ionischen Säulen getragen, mit freien Zwischcnfeldcrn,woran Panscher Eeinent die Grnndmassc bildete, auf welcher vorzügliche schönfarbigeMarmorsorten mit freien Zeichnungen aufgetragen waren. Der Aussteller behauptete,daß die Malerei nach rnkanstischcr Methode und zwar mit den: Eemcnt an einem unddemselben Tage ausgebracht worden sei.

Von den sonstigen in dieser Abtheilung ausgestellten Cementarbeiten ist wegenVorzüglichkcit der Ausführung ein ZoiuschcS Kapital von Kccn (lO) aus Parian-Eenient zn ncgne»; auch würden die Trag- nnd WiderstandSfähigkeitsprobeu mitEnglischen Cement«! ganz besondere Erwähnung verdienen, ließen dieselben nichtmehr oder weniger zn wünschen übrig. Selbst die speziell von der Englischen Kom-mission der XXVII. Klaffe Ende September angestellten Versuche sind für zuverläs-sige Angaben unbrauchbar, da sie völlig vereinzelt, meist unter besonderen Um-ständen, angestellt sind nnd deshalb mehr zu Trugschlüssen, als znr Wahrheit führenkönnte».

Der vielleicht interessanteste Versuch betraf einen Balken (Träger) von White(westliche Außenseite, Nr. 10) aus Hohlziegeln mit Portland -Cemeut-Verband ge-bildet, der auf 21 Fuß 4 Zoll frei lag, 4 Fuß 6 Zoll Höhe hatte, und dessen Dicke