§. 124. Arbeiten aus Muscheln, Fischbcin, Borsten, Haare»; Kork . 471
Außerdem hatten aus den Zollvereinsstaaten noch ausgestellt:
I. F. Klein, Tübingen , Kleider- und Haarbürsten.
N. Ehr, Frankfurt a. M., Möbel- und Haarbürsten.
8. Haare.
Außer den Arbeiten, wozu man Thierhaare verwendet und welche in andernKlaffen verzeichnet sind, hatte die Juni eine Sammlung von Gefäßen, Schüsselnund Krügen zu untersuchen, welche aus Kaninchcu- oder Haseuhaarcn gefertigt, nach-her gefilzt und lackirt worden waren. Sie sehen aus wie Papiermache, oder wie lackirtesLeder und haben die Eigenschaft fest, haltbar und leicht zu sein. Dieser Industrie-zweig wird besonders in Rußland betrieben. T. Bardoffsky, Petersburg (Nr, 265)erhielt eine Preismedaille für eine Sanimlnng dieser Artikel (vergl. Bd. II. S. 633).
9. Stachel» von, Stachelschwein.
Die Stacheln des Stachelschweins sind ähnliche Gebilde wie Borsten und Haare.In der Canadischen Sammlung befanden sich mehrere Ercmplare von Kleidungs-stücken und Möbeln, welche mit Stacheln vom Nordamerikanifchen Stachelschweinverziert waren. Dieselben werden gefärbt, und die Farben scheinen dauerhaft zu sei».Vorbenannte Anwendung erscheint neu und verdient in Europa nachgeahmt zu wer-den. Ein Stuhl und andere so verzierte Artikel waren von W. Dünn aus Due-ll eck (Canada Nr. 119) und von R. Marshall anSgestellt, welche Preismedaillenerhielten. Auch verschiedene auf diese Art verzierte Kleidungsstücke befanden sich inder Ausstellung.
10. Bogelkiele.
Gänse- und andere Bogelkiele waren unter andern Klaffen ausgestellt, allein2 besondere Anwendungen dieses Materials wurden der Jury zur Beurtheilung vor-gelegt.
E. R. Rigby, Gracechurch Street, London (Nr. 58) stellte mehrere Bürsten aus,die von gespaltenen Kielen gemacht waren; sie schienen dauerhaft und wohlfeil zu sein.
1l. Därme von Seidenraupen.
Die Angler gebrauchen dieses Material, von welchem man gewöhnlich anninnnt,es komme aus China, es wird aber in Spanien gewonnen, und Proben davon, ausMurcia , befanden sich in dem Spanischen Theile der Ausstellung unter Nr. 199 ;es wurde dafür von der Jury der Klasse IV. eine Preismedaille ertheilt.
I!. Vegetabilische Stoffe.
Proben dieser Substanz, als Rohprodukt von der Korkeiche (tzuercus 8uber)kommend, nebst mancherlei aus Kork gefertigten Artikeln, waren in Klaffe IV. aus-gestellt. Die interessanteste Sammlung solcher Gegenstände hatten Esdailes undMargrave (Nr. 125) ausgestellt; sie umfaßte nachstehende Artikel, für welche diePreismedaille ertheilt wurde.
Der Kasten Nr. 1 enthielt Proben fertiger Hüte aus Kork mit Angabe des Ge-wichts derselben. Ferner Proben von Hutkörpern, aus Kork gefertigt. Ein Hut-gestell aus Kork , durch Muslin verstärkt, wie solche gewöhnlich für den Handelgebraucht werden. Proben von Korkplatte,i mittelst Dampfkraft geschnitten, 50bis 120 Platten aus einen Zoll, in dem Zustande, wie sie von den Hutgestellmachernangewendet werden.
Proben von der äußern Rinde der Korkplatten (vorlr-tip). Proben von Cylin-dern zu Korkhüten, theilweise vorbereitet und zurecht gemacht. Proben von Rand-platten für Korkhüte. Proben von Korkhuträndern, theilweise vorbereitet nnd zu-recht gemacht. Druckprobcn auf Korkplatten mittelst Typen und Holzstöcken vonA. I. Mayer ausgestellt.
Der Kasten Nr. 2 enthielt Korkfäde», durch Dampfkraft geschnitten, im präpa-