Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
472
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472 XXVjll. Klaffe. Arbeiten aus Thier- und Pflanzenstoffe».

rirten Zustande, wie solche zum Stopfen von Schiffsmatratzen und Kiffen angewen-det werden (siehe vorn Seite 404), welch letztere auf der See als SicherheitSinittclgegen das Ertrinken gebraucht werde».

Der Kasten Nr. 3 enthielt Proben von Secmatratzeu, thcilwcisc mit Kork ge-stopft; dieselben Proben t»i fertigen Zustande. Probe» runder Polster, auf gleicheWeise gefüllt. Proben der Anwendung von Korkfädcn zur Packung von Stopf-büchsen und für die Ausfütternng von Danipfmaschiuenkolbcn; dieselbe» sollen ohneFett arbeiten können.

Der Kasten Nr. 4 endlich enthielt schwimmende Modelle, um den Gebrauch derKorkmatratzen und Polster, als ein Mittel zur Rettung des Lebens auf der See, z»veranschaulichen.

Nachstehenden Ausstellern wurden Preismedaillen für die ausgestellten Gegen-stände und namentlich für die Trefflichkeit der Fabrikate votirt:

Dnprat und Conip. zu Castrcs (Tarn) und l Rue dn Grand Chauticr,Paris (Nr. 402).

Der Provinz Gero na in Spanien (Nr. 180).

Z. Guinart, Sevilla (Nr. 188).

Außerdem hatte» »och ausgestellt:

2- Baß, London (Nr. 124), Korkplatten, durch eine Maschine geschnitten.

N. Lloyd, desgl. (Nr. 25 Klaffe XVII.), deSgl.

2. Vegetabilisches Elfenbein.

Diese Substanz ist das Eiweiß (l'crisgermiuin) des Samens einer kleinen ArtPalmen, die in den Andcnlhälern wachsen, von wo es jetzt in bedeutenden Quanti-täten nach England eingeführt wird. A l. v. Humboldt lenkte zuerst die Aufmerksamkeitauf die Härte und weiße Farbe dieses Materials, auf den Gebrauch, welche» die Eingc-bvrnen jener Gegend davon machen. Der Baum heißt Negerkopsbani», wegen derForm und Gestalt der großen schwarzen Früchte, welche den Samen enthalten; derbotanische Name desselben ist l'k^telegkas mrcrocarga. Erstere bestehen a»S meh-reren Zellen, deren jede vier Kerne enthält; letztere sind mit einer zähen faserige»Schale bekleidet. Nimmt man diese hinweg, so erscheint das Eiweiß als ein weichesFleisch, wie bei der Kokosnuß und den Kernen anderer Palmen. Au einem Endedes Samens ist eine kleine Zelle, welche den Fruchtkeini enthält; dieser scheint wachsenzu können, ohne in dem Zustande der ihn umgebenden harre» Masse eine Verände-rung hervorzubringen. — Die genannte Palme ist nicht die einzige, deren Kerne fürden Drechsler hart genug sind, letztere werden aber allein zu diesem Behufe in an-sehnlicher Menge verwendet. Sie sind ein Surrogat für Elfenbein, wenn es nichtgerade auf das Aeußere und die Haltbarkeit ankommt. Die weiße Farbe wird näm-lich bald schmutzig, auch nutzt sich die Masse bald ab, wenn sie der Reibung aus-gesetzt wird.

Nur ein Aussteller hatte aus dieser Substanz gefertigte Artikel in Klaffe XXVIII.ausgestellt, Benjamin Taylor, Clerkenwell London (Nr. 47). Dieselben beste-hen anS verschiedenen, sehr geschickt gedrechselten Gegenständen; einem OrientalischenThurm, aus mehr denn tausend Stücken zusammengesetzt (eine Abbildung liefert derillustrirte Katalog Seite 781), für welche er eine Prcismcdaille erhielt.

3. Kokosnußfascru.'

D^r Same (Kern) der Kokosnußpalme (Lvcos nuciler»), unter dem NamenKokosnuß wohl bekannt, ist in einer geräumigen Hülle einhalten, die ans langenfesten Holzfasern gebildet wird. Obgleich die Eingcborne» von Ceylon und Indien diese Fasern schon lange zur Fertigung grober Gewebe benutzt haben, so ist docherst in neuerer Zeit dieser Rohstoff in England verwendet worden, und zwar zur