Band 
Dritter und letzter Theil.
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502
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502 XXIX. Klassc. Vnschicdrnc Fabrikate »ab kurze Waaren.

Wollwaschlauge» u. s. w. versinnlicht (s. Banwens in der Englische » Ausstellung).Die aus diesen Abfällen dargestellten Kerzen sind auffallend hart und schön. Die-selbe Sammlung enthält Kerzen aus vegetabilischem Wachs, Wachslicht« mit sehrunschönen lithographischen Abzügen, Produkte der Destillation von bituminösem Schie-fer und als Kuriosität Paraffinkcrzcn; endlich gepreßten Talg, Olöin, Oelsäure undOelsäureseife in interessanter Auswahl.

B e l g i e u.

Von den drei Belgischen Ausstellern von Stearinsänrelerzcn trugen zwei Preis-medaillen davon, nämlich Charles >^an Campenhoudt und Conip., Hcnsdcnin Flandern und C. und I. Qnanonne, Cnreghem in Brabanl. Die letztereFabrik, unter Mithülfe M. de Milly's gegründet, führte die Stcarinkcrzcnsabrikation in Belgien ein und ihre Kerze» gehen unter dem Namen UunHios ü>- läünito. Dieandere Fabrik ist erst neuerdings angelegt worden, allein ihre Lichte sind die bestenin der Belgischen Ausstellung und wetteifern mit den schönsten Produkten, die über-haupt eingesendet worden waren.

Niederland e.

Die Stearinsäure-Fabrikation ist nur durch einen Aussteller, N. D. Braudon, Amsterdam , vertreten, allein die Kerzen sind sowohl was die Säure, als auchwas die Form anlangt, in jeder Beziehung musterhaft. Besonders müssen wir diePrachtvollen, sich schnell verjüngenden, reich ornamentirten Kirchenkcrzen erwähne».Die Brandonsche Fabrik besteht schon seit 1839 und beschäftigt neben zwei Dampf-maschinen etwa 200 Arbeiter.

Dänemark und Schweden .

Eine kleine Stearinkerzen-Ausstellung von 2. P- Holinsblad in Kopenhagen verdient erwähnt zu werden.

Der einzige Schwedische Aussteller, I. Johansso» in Stockholm , hatte nächstOglebp die härteste und Weißeste Stearinsäure eingesendet. Die Lichte zeichnen sichdurch einen nntadclhaften Gliß und ganz ungewöhnlichen Glanz a»S, de» sie einerbesonderen, im Innern äußerst gut polirten Form, von welcher Eremplare beilagen,z» verdanken scheine». Z. Johansso» erhielt die Preismedaille.

R » ß land.

Bon den acht Russischen Ausstellern haben zwei Preiömedaille» davon getragen,nämlich A. Matisen und Cvmp., St. Petersburg , für schöne Stearinsäureblöckcund wohtgegoffcne Lichte, und Pi lauster in Odessa für sehr reine Margarinsäurcaus Hammcltalg und entsprechende Kerzen. B. Sapclkin von Moskau verdientedie ehrenvolle Erwähnung wegen trefflicher Wachskerzen. Besondere Aufmerksamkeiterregte» die große», außerordentlich rein und gleichmäßig gezogenen Wachskerzen zmnKirchcngebrauch, deren Ansehen durch geschmackvolle Vergoldung »och mehr geho-ben wurde.

I t a I i e n.

Sardinien. Rossi nnd Schiapparclli in Turin wurden ehrenvoll erwähnt.

S P a u i c n.

Eine schöne Sammlnng von Fettsäuren und daraus gefertigten Kerzen zeigt,daß dieser neue Industriezweig auch in Spanien Eingang gefunden hat. Dieselbenkommen von einer Gesellschaft, welche zwei große Anstalten besitzt. Die eine inMadrid, die andere in Gijon , beide stehen unter der Direktion eines Franzosen,Julian Bert, der, mit Hülfe de Millp'S, diese Fabrikation nach Spanien ver-pflanzt hat. Die Fabrik in Madrid arbeitet nach der Methode der Kalkverseifung,die zu Gijon wendet aber neben dieser auch die Destillation an, und deshalb findenwir in der Spanischen AnSstellnngPicben der Kerze aus Stearin auch die Palmitin -