Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
538
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538 XXIX. Klaffe. Verschiedene Fabrikate und kurze Waaren.

Aus

Aus den

Aus

Aus

Dänemark

Hansestädten

Holland

Frankreich

Summa

Lstr.

Lstr.

Lstr.

Lstr.

Lstr.

1842

1

45

14

1,102

1,162

1843

—

1

20

2,349

2,370

>844

—

—

83

2,484

2,567

1845

—

—

25

1,474

1,499

1846

—

12

—

619

631

1847

—

22

52

498

572

1848

—

16

15

149

180

1849

—

29

60

33

122

1850

—

2

—

1

3

') Die

ungeschwe

selten Zündhölzer werden zu

dem Ende vor

der Behandlung

mit der eigentlichen Zündmaffe leicht angebrannt, indem man das Ende gegen einerothglühende Eisenplatte hält »nd alsdann auf einen Augenblick in geschmolzenesWachs eintaucht.

Die erste Englische Maschine zu diesem Zwecke, aus einer mit eng aneinanderliegenden Löchern versehenen Stahlplatte bestehend, welche gegen den Querschnittder Fasern gepreßt wird, wurde im März 1842 dem Reuben Partridge patentirt.

Die Krankheiten der Arbeiter in Phosphor-Zündholzfabriken. Erlangen -1847.

8. 138.

Künstliches Elfenbein (prote-m-stone).

Unter diesem Namen brachte die Ausstellung eine Anzahl von Gegenständenmannigfaltiger Art, Tintenfässer, Briefbeschwerer, Leuchter, Thürplatten u. s. w.,sämmtlich aus einem neuen Materiale gefertigt, welches vorzugsweise aus GyPS be-steht, dem man durch verschiedene Behandlungsweisen entweder das Aussehen desElfenbeins, oder einiger Mineralien, z. B. des Granits und mehrere Marmorartenertheilt hat. Die ausgestellten Artikel sind von großer Härte und zeige» einen hohenGrad von Glanz, welcher, wie man versicherte, durch den Gebrauch noch erhöht wird.Die Masse, welche das Elfenbein nachahmt, ist etwas durchscheinend, eine Eigenschaft,welche die gefärbten Stücke, da die Farbe durch die ganze Masse geht, in geringeremGrade zeige». Dagegen haben letztere den Vortheil, daß sich die Marmorirung auchbei langem Gebrauche hält. Das neue Material scheint sich recht gut für eine Mengevon Zwecken zu eignen, für welche man sich im Augenblicke entweder des Elfenbeins,oder des Marmors bedient, jedoch nicht für alle; für Messergriffe z. B. ist es zu spröde.

Um das Verfahren zu verstehen, mittelst dessen dieser Stoff hergestellt wird, mußsich der Leser an die bekannten Erscheinungen erinnern, welche das Erhärten desGypses begleiten. Der in der Natur vorkommende Gyps ist schwefelsaure Kalkerdemit einem gewissen Wassergehalte, welcher beim Brennen desselben ausgetriebcn wird.Bringt man den so entwässerte» Gyps mit Wasser in Berührung, so verbindet ersich wieder mit demselben und zwar mit der gleichen Quantität, welche er beimBrenne» verloren hatte, und die neugebildcte Verbindung, der künstliche wasserhaltigeGyps, erhärtet. Da man jedoch in der Regel den gebrannten Gyps mit einer vielgrößeren Menge Wassers anrührt, als die zu bildende wasserhaltige Verbindung be-darf, so muß sich dieses überschüssige Wasser zwischen den festen Theilchen der Masseabsetzen, und diese ist daher nach dem Trocknen porös und undurchsichtig, währendder natürliche GYPS, welcher dieselbe Zusammensetzung hat, stets mehr oder wenigerdicht und durchscheinend ist.