Band 
Dritter und letzter Theil.
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552
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552 XXIX. Klasse. Verschiedene Fabrikate und kurze Waaren.

Aufnahme von Drahtstiften versehe». Soll eine Rippe gewogen werden, so wird siemittelst zweier Stifte an dem Brette befestigt, indem man sie an dasselbe anlegt undin der Nähe des Kopfes einen Stift über, in der Nähe des Spanners eine» Stiftunter derselben einschiebt. Alsdann wird ein kleines Bleigewicht an dem hervor-stehenden Ende angehängt, und die Biegung, welche der Stärke entspricht, aneinem getheilten Kreisbogen gemessen. Die Rippen von gleicher Stärke werden inSätze sortirt. Zu den bereits angeführten Operationen kommen also acht neue hinzu.

Anheften der Rippen. Es ist bereits oben erwähnt worden, aufweicheWeise die Rippen an dem Stocke befestigt werden. Allein ehe die« geschehen kann,müssen die Spanner geöhrt und mittelst eines durch die Oehre gehenden Drahte«an dem Schieber befestigt werden. Zn diesem sind Kerben angebracht, durch welchedie einzelnen Spanner in den bezüglichen Stellen gehalten werden, indem der Draht,an welchem sie aufgefädelt sind, in eine am oberen Theile des Schiebers eingesenkteRinne sich einlegt. Erst jetzt kann der Kopforaht, an dem sich die Köpfe der Rip-pen bewegen, durch die Drahtöhre gezogen und zugedreht werden. Bringen wirzur Ausführung dieser Arbeit nur 4 weitere Manipulationen in Rechnung, so mußalso das Gestell, um e« zur Aufnahme des Ueberzugcs fertig zn machen, im Ganzennicht weniger als 127mal durch die Hände des Arbeiters oder seines Gehülfen gehen.

Die Bezahlung für diese gesammke Arbeit ist nicht mehr als H bis Penn»für ein ordinaircs Sonnenschirm - und ^ bis 1 Pennp für ein dergleichen Regenschirm-gestell. Nichtsdestoweniger aber kann der Arbeiter, da er, mit Hülfe von vier Kna-ben, 4 Gros der ordinaire» Gestelle in der Woche zu liefern im Stande ist, voraus-gesetzt daß er fortwährend hinreichende Beschäftigung bat, woran es freilich oftfehlt, sich seine» Unterhalt dadurch verdiene». Für vier Gros erhält er nämlich48 Sch. und es bleiben ihm davon, nach Abzug von 16 Sch. für seine Gehülfenund von 8 Sch. für Materialien, 24 Sch. wöchentlich zum eignen Unterhalte übrig.Die angeführten Preise beziehen sich jedoch nur auf Schirme vo» der allerordinair-stcn Gattung', für Fischbcingestelle erhält der Arbeiter etwas mehr, etwa 2^ Per. .für das Stück.

Ueberziehen der Schirme. Dies wird nach der Verschiedenheit der Arbeitmit 1 bis 4 Sch. fürs Dutzend bezahlt.

Die metallne» Regen- und Sonnenschirmgestelle werden fast ausschließlichin Birmingham verfertigt. Mit Ausnahme des Griffs besteht das ganze Gestellaus Metall und ihr Preis variirt von 7 Pee. bis 10 Pee. Trotz ihres höherenPreises haben sie nun doch, da sie weniger Raum einnehmen, sowohl in Englandals auch im Auslande große Anerkennung und außerordentlichen Absatz gefunden.Im Laufe der letzten Jahre sind eine Menge Verbesserungen nicht nur an den Ge-stellen selbst, sondern auch namentlich in den Maschinen eingeführt worden, mittelstderen sie gefertigt werden. Ucberhaupt ist die Schirmfabrikation in England imraschen Steigen begriffen und befindet sich in jeder Beziehung in einem blühendenZustande.

Die einzelnen Aussteller, denen eine Auszeichnung zu Theil wurde, sind folgende:

H. Holland, Birmingham , erhielt die PreiSuiedaille für Regen- und Son-ilenschirmgestelle von »euer und vor» Aussteller verbesserter Form. Derselbe hattedie einzelne» Theile der Gestelle in den verschiedenen Stadien der Fabrikation einge-sendet, um einen Begriff von der Art und Weise zu geben, wie dieselbe» hergestelltwerden. Holland'S Verbesserung besteht hauptsächlich in der Einführung hohlerviereckiger Stahlrohren, anstatt der gewöhnlichen Stahlrippen, wodurch das Gewichtdes Schirmes verringert wird. Ei» solcher, mit starkem Seidenzcuge überzogenerSchirm wiegt nicht mehr als 9 Unzen. Diese Art Gestelle werden jetzt fast durch-gängig für alle besseren Sorten vo» Regenschirmen in Metall angewendet; siekommen nur 2 Sch. höher zu stehe», als die gewöhnlichen.