Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
597
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tz. 146. Künstliche Blumen und Früchte. 597

Gaubet du Fresnc, Paris , reiche Sammlung der verschiedensten Blätter,welche in der Blnmenfabrikation gebraucht werden.

Lefort sei,., Paris , eine Auswahl von Papieren und verschiedene» Stoffen,sämmtlich sür die Zwecke der Blnmenfabrikation. Die Stoffe zeichnen sich durch ihrereichen Farben und namentlich durch die vollendete Abstufung der verschiedenenTinten aus. Die mit Safflor gefärbten Papiere verdienen besonders erwähnt zuwerde» wegen der Reinheit und Lebendigkeit der Farbe. Auch die Materialien invorgerückteren Stadien, als Blätter, Knospen, Beeren, Früchte u. s. w. sind vor-treffliche Proben dieses Zweiges der Blnmen-Jndustrie.

Ehrenvoll erwähnt wurden: C. Brcteau, Florinioud und A. Paroissien,sämmtlich aus Paris , von denen die beiden Ersteren fertige Blume», Letzterer Mate-rialien ausgestellt hatte.

Portugal .

In der Portugiesischen Abtheilung prangte ein reicher Blumenstrauß von Kon-stantin, der, obwohl seit vielen Jahren in Paris ansässig, der Ausstellung seinesVaterlandes mit seine» Kunstprodukten zu Hülfe geeilt war. Außerdem enthielt diePortugiesische Sammlung äußerst schöne Federblumc» von Madeira , welche auf dieserInsel i» seltener Vollendung angefertigt werden. Die Nonnenklöster beschäftigensich vorzugsweise mit diesem Industriezweige. Die Einsendung stammte von demKloster Santa Clara in Funchal , welchem die Preismedaille zuerkannt wurde.

Ehrenvoll erwähnt wurde Vicente Rüssel in Lissabon für einen kleinen Oran-genbaum.

Schweden war in gewissem Sinne durch Frau Fürstenhoff vertreten, die,eine geborne Schwedin, nicht verfehlt hatte, die Schwedische Abtheilung mit einemprachtvollen Bouquet zu schmücken.

Von den übrigen Ländern hatte sich nur noch Meriko in diesem Industriezweigebei der Ausstellung betheiligt. Aus diesem Lande war eine kleine Sammlung vonWachSblumcn und Wachsfrüchten eingesendet worden.

') Der Preis, zu welchem dieselben verkauft werden, wird auf das Doppelte

angeschlagen.

Im Jahre 1847 betrug die Anzahl der Monteurs in Paris 474; sie be-schäftigten 5,675 Arbeiter und ihre Fabrikation beließ sich auf 9,876,750 Frcs.Vertheilt man diese Produktion auf die 622 Fabrikanten (in welcher Zahl die obenangeführten 48 Fabrikanten von Materialien mit inbegriffen sind), so beläuft sichder Durchschnittswcrth der von einem Fabrikanten gelieferten Artikel auf 17,775 Frcs.;in der Wirklichkeit vertheilt sich aber die Produktion in einer ganz anderen Weise,

nämlich:

12 produzirten im Werthe von — 200,000 Frcs.

8 - - - - 100,000 — 200,000 -

33 - - - - 50,000 — 100,000 -

63 - - - - 25,000 — 50,000 -

131 - - - - 10,000 — 25,000 -

104 - - - - 5,000 — 10,000 -

182 - - - - 1,000 — 5,000 -

69 - - - weniger als 1,000 -

Das Arbeitspersonal vertheilt sich wie folgt:

MännerFrauen .Knaben.Mädchen

. . 414. . 5063. . 19

. . 6576153.

in, Alter von 6—16 Jahren.

Der Arbeitslohn betrug sür Männer 3 Frcs. 80 Cent., für Frauen 2 FrcS.,die Knaben nnd Mädchen, welche zumeist Lehrlinge waren, erhielten in der Regelnur Kost und Logis.