Band 
Dritter und letzter Theil.
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XXX. Klasse. Werke der schönen Kunst.

6. Architektonische Zeichnungen.

H. Truefktt aus London (Klaffe XXX. Nr. 75.) für seine in den Verhält-nissen glückliche, in dem gothischen Styl richtige und dein Material angemesseneZeichnung eines in Eisen auszuführenden Grabmals ehrenvolle Erwähnung.

7. Verschiedene Arten der Druckerei, als: Lithographie,Lithochromie, Zinkographie.

Der vielfarbige Steindruck ist durch die Anwendung verschiedener Platte» zueiner solchen Vollkommenheit ausgebildet worden, daß er in vielen Fällen die Arbeitmit dem Pinsel vollständig ersetzt.

a) Lithochromie. Day und Sohn (Klaffe XXX. Nr. 80). Die von ihmausgestellten Gegenstände sind in Haltung, Kraft, Ausführung der Einzelnheiten vonungemeinem Verdienst. Preismedaille.

M. und N. Hanhart (Klasse XXX. Nr. 64.). Die von ihm ausgestelltenBlätter zeigen die seltenste Verbindung von Klarheit, Kraft und Harmonie. PreiS-mcdaillc.

Hullmandel und Walton (Nr. 7l.) zeichnen sich in ihren theils mit den,Wischer, theils mit diesem und der lithographischen Kreide, endlich in Buntdruckgemachten Werken durch ähnliche Eigenschaften höchst Vortheilhaft aus. Preis-medaille.

Owen JoneS (Nr. 54.) ist der Inhaber einer Anstalt, worin Blumen undFrüchte mit außerordentlicher Kraft und Wahrheit, Muster niit vielem Geschmackausgeführt sind. Weniger glücklich, obgleich immer sehr achtbar, ist die Nachahmungvon Miniaturen. PreiSmedaille.

Th. Underwood aus Birmingham (Nr. 77.). Ein neues Verfahre», durchBuntdruck Zeichnungen in Wasserfarben wiederzugeben, ist von sehr glücklichem Erfolg,wie die ausgestellten Blätter bewiese».

b) Druck in Oelfarben . G. Barter. Das Aeußere des Ausstellungs-Gebäudes und ein weibliches Bildniß sprechen für eine »»gemeine Geschicklichkeit indiesem so selten erfolgreichen Verfahren. Ehrenvolle Erwähnung.

c) Zinkographie. Rndolph Appel, London (Nr. 274.), ist der Erfindereiner Weise, ältere wie neuere Kupferstiche, Holzschnitte, sowie Zeichnungen mit der Federoder mit dem Pinsel, welche mit einer von ihm bereiteten Tusche ausgeführt worden, ausZinkplattcn zu übertragen, die nicht allein ein vollständiges Facsimile gewährt, sondernauch den Abdruck einer beliebigen Zahl und von gleicher Güte für einen ungemeinbilligen Preis zuläßt. Ein Holzschnitt von Albrecht Dürer , aus dessen Leben derMaria, von dem auch die Zinkplatte mit dem Ueberdruck und ein von derselbengenommener Abdruck vorhanden ist, liefern hiervon den Beweis. Aehnliche Ergeb-nisse sind schon seit mehreren Jahren durch Uebertragung auf Stein von Dupontund Comp. in Paris erreicht worden. Er ist auch dafür von der Jury derKlasse XXVII. für Drucksachen mit der Preismedaille bedacht worden. Es leuchtetein, welche Vortheile diese Erfindung für die allgemeinere Verbreitung seltener undtheurer Blätter hat. Da es sich indeß mit der Tusche von Appel in jeder Weisebequem zeichnet, so besteht der Hauptvorlheil dieser Erfindung darin, daß die Künst-ler fortan ihre Zeichnungen als ihre geistreichste und unmittelbarste Ausdrucksweise,ohne weitere Vermittelung durch den Steindruck, Holzschnitt, Stahl- oder Kupferstich,wobei stets mehr oder minder von der Eigenthümlichkeit des Künstlers verloren geht,vervielfältigen können. PreiSmedaille.

ä) Nachahmung alter Drucke mit der Hand. I. Harris aus London (Nr. 244.) hat für seine höchst meisterliche Nachahmung verschiedener alter Druckeeine ehrenvolle Erwähnung erhalten.