tz. 167. Besuch der Ausstellung.
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Unter den eifrigen und regelmäßigen Besuchern der Ausstellung standen IhreMajestät die Königin Viktoria mit dem Prinzen Albert »nd den Prinzen und Prin-zessinnen des Königlichen Hauses, mit denen während mehrerer Wochen auch IhreKönigl. Hoheiten, der Prinz und die Prinzessin von Preußen zu erscheinen pfleg-ten, voran. Daß dieses an höchster Stelle gezeigte lebhafte Interesse ihres Eindruckesauf die Londoner Bevölkerung nicht verfehlte, zeigte die stürmische Bewegung derMenschenhaufen, wodurch sich ein solches Eintreten sogleich kund gab, und die eifrigeVerfolgung derjenigen Gegenstände, welche deren Aufmerksamkeit in irgend hervor-tretender Weise auf sich gezogen hatten.
Um den arbeitenden Klassen den Besuch der Ausstellung zu erleichtern,beauftragten die Königlichen Kommissare schon im Juli 1850, da sie voraussahen,daß die Ausstellung viel Besucher aus den verschiedenen Theilen Englands, wie vonauswärts heranziehen werde, Herrn Redgrave, vom Ministerium des Innern, zu-sammen mit Sir William Neid, sich über diesen Punkt mit den geeigneten Auto-ritäten in London , mit den Eisenbahn-Gesellschaften und mit den Lokal-KommitteeSin Verbindung zu setzen.
Das Resultat von Herrn Rcdgrave'S Untersuchungen war der Art, daß sichdie Kommissare überzeugten, es würde unnöthig und unerwünscht sein, wenn sie sichin den natürlichen Lauf des Privat-NebercinkommenS über diese Punkte einmischenwollten; indessen setzte man, wie oben Th. I. S. 41 mitgetheilt ist, sich mitden hauptsächlichsten Eisenbahn-Gesellschaften wegen der Herabsetzung des Fahr-geldes für Besucher der Ausstellung in Verbindung, und machte den verschiedenenLokal-Kommittoe'S die Anordnungen bekannt, welche in einigen Landestheilen zurErleichterung des Besuchs für die arbeitenden Klassen getroffen wurden, zugleich mitVorschlägen, wozu die Kommissare durch ihre Erfahrung in den Stand gesetztwaren ').
Aus den Verkehrslisten der Eisenbahn *) und der DampfschifffahrtS-Gesell-schaften ergiebt sich, daß die Zahl der in London angekommenen Personenvom 1. April bis 30. September 1850 2,79l,753vom I. April bis 30. September 185l 4,237,240
betrug. Zieht man von dem Ueberschuß noch 14,zr Proz. als jährlichen Zuwachsder ankommenden Personenzahl ab, so erhält man als Zahl derjenigen, welche derAusstellung wegen nach London gereist sind, 1,035,100 oder 32,z Proz. außerordent-lichen Ueberschuß. Wirft man diesen ganzen Zuwachs (was man mit ziemlicherWahrscheinlichkeit kann) auf die drei letzten Monate des Sommers, so kommen aufjeden Tag derselben 29,290 ankommende Personen.
Den menschenfreundlichen und nachahmungswürdigeu Veranstaltungen, welchedie Königlichen Kommissare gemäß der mitgetheilten Vorschriften zur Reiseerleich-terung und Unterbringung der arbeitenden Klassen aus den Fabriklandschaften ge-troffen hatten, entsprechend, wurde von vielen gemeinsinnigen Gutsbesitzern, Fabrik-herren, Schulvorständen und Gemeinde-Obrigkeiten dies große Bildungsmittcl denihrer Pflege oder Leitung Anvertrauten durch Gewährung von Reisemitteln zugänglich