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§> 173. Zolleiiiri'chtuiigcn und Verkäufe.
des Herr» Rolls (der während eines Theiles der Zeit durch Herrn Lucock unter-stützt wurde) cngagirte Personal bestand a»s 17 Aufsehern niit ihren Wage-knechten. Das Königliche Sappcnr- und Mincurkorps leistete auch nützliche Dienste.Das Entrepot-Departement wurde unter die Kontrolle des Herr» Fairman gestellt,mit einem Personal von 4 Schreibern. Die Ausladung und Untersuchung der Gütererforderte beinahe 1700 Zolldeklarationen und 842 Löschungsscheine. Beim Schlüsseder Ausstellung wurden die für den inländischen Verbrauch bestimmten Güter gegenüber 2000 Zollgnirungen und Depositenscheine ausgeliefert; die zurück zu sendendenwurden verpackt auf mehr als >4000 Anträge, und abgeliefert auf 80 Anweisungenzur Rücksendung nach den Außenhäfen und den gewöhnlichen WaarendepotS, und auf2300 direkte Ausfuhrdeklarationen.
Nicht weniger als 270 Gallonen Ean de Cologne, Agua d'oro und andere Par-füms wurden zollfrei in der Deutsche », Oesterreichischen und anderen AusstcllungS-Abtheilungen bei ausgestellten Springbrunnen verbraucht; über 500 Pfund Schnupf-und 250 Pfund anderer Taback von probirendcn Personen in der Portugiesischen ,Türkischen und Amerikanischen Abtheilung konsnmirt; und von Chokoladenplätzchen sind480 Pfund allein in der Sächsischen Abtheilung verzehrt worden, außer einer bedeu-tenden Quantität in der Französischen und 140 Pfund in der Türkischen Abtheilung.
Außer den Schwierigkeiten der Zolldeklaration und Zcllentrichtung für auslän-dische Gegenstände war der Verkauf der i» der Ausstellung befindlichen Erzengniffedurch das allgemeine Verbot der PreiSanheftung oder der Prcismittheilungbei den Gegenständen selbst, sehr erschwert. Diese Schwierigkeit suchten die Kom-missare durch den Druck und Debit von Preiskatalogen und durch die Stationirungvon Agenten, welche über die Preise Auskunft geben sollten, unwirksam zu machen.
Was insbesondere die vereinsländischen Gegenstände betrifft, so hatte dasschon oben (§. 107.) erwähnte Erkundigungsbürcau auch den Zweck, über die Preisederselben Auskunft zu geben. Außerdem wurde, um dem Londoner Publikum undinsbesondere den in der City wohnhaften Großhändlern die Bekanntschaft mit denvereinsländischen Erzeugnissen, ihren Preisen und Bezugsquellen zu erleichtern, mitden in der Citp, 70 Newgate Street, wohnhaften Agenten, Herren Stein und Hall,welche sich durch langjährige Verbindungen mit vereinsländischen Fabrikanten alsfür diese Geschäfte durchaus geeignet erwiesen haben, eine Ucbcreinkunft zur Beför-derung der Handelsverbindungen mit den vereinsländischen Ausstellern getroffen, undwurden denselben die vorhandenen Prcisnachrichten, Kataloge und sonstigen Mitthei-lungen derjenigen Aussteller, welche keine eigenen Agenten hier in London ernannthatten, behändigt. Zur größeren Erleichterung dieses wichtigen Zweiges der Geschäftewurde den Herren Stein und Hall in dem Ausstcllungsgebäude selbst, in dervereinsländischen Abtheilung, ein kleines Comptoir eingerichtet, daselbst ein, mitder Locirung der einzelnen Ausstellungsgegenstände vertrauter vereinsländischer Aufseherplacirt, und auf diese Weise Gelegenheit gegeben, auch die beim Besuche der Ausstellungetwa ausgesprochenen Bestellungen oder Ankäufe sofort abschließen zu können.
Auch diese Einrichtung bewährte sich sowohl in ihren direkten als mittelbarenFolge» als eine, für die Industrie des Zollvereins ersprießliche.
Unter den von den vereinsländischen Agenten verkauften Deutschen Ausstellungs-gegenständen, so weit diese Verkäufe zur Kenntniß der Kouimiffarc gelangten, sindtue plastischen Kunstwerke die wichtigsten. Von Ihrer Majestät der Königin Viktoria wurden die beiden Ranchschen Viktorien von Freund, von Sr. Königl. Hoheitdem Prinzen von Preußen die Kalidesche Fontaine von Geiß und der FischerscheBronze-Adler, von Amerikanischen Unternehmern die Kißsche Amazone, von Eng-lischen Kunstfreunden Drake's liegender Knabe, Wolff'S Marmorstatne der Un-schuld, eine kleine Amazone von Bronze, nach Kiß, gekauft, und für diese Kunst-werke allein gegen 3000 Lstr. gezahlt.