Band 
Dritter und letzter Theil.
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Verlauf, Beendigung und Gesammtergebni'sse.

60 Rthlr. für jeden Aussteller, also erheblich geringer, wie bei den Preußischen Aus-stellern, was sich durch den Unifang der vorherrschend aus größeren Fabrikaten be-stehenden Preußischen Artikel, durch den kostspieligen Transport der aus dem In-nern koiiimenden Sendungen und dadurch, daß Preußen, mit sehr geringer Aus-nahme, die sämmtlichen Transport- und AufstellungSkosten seiner Erzeugnisse bcstritt,leicht erklärt.

Der Hamburger Bericht schließt mit den Worten:

„Die Kommission darf nicht verhehlen, daß dieses Ende noch mancherlei Wider-wärtigkeiten gebracht hat. Theils verzögerte sich die Einziehung der Frachten, welchevon den Einsendern getragen werden mußten; theils hatten die Güter durch denEinfluß der Sonne, der Hitze, des Staubes und Regens während der langen AusstellungSzeit beträchtliche» Schaden genommen; theils ließ deren WiederverpackungManches zu wünschen übrig. Diese Einbußen und jene Ausgaben, das Fehlschlagender auf den Verkauf oder die Belobung der Erzeugnisse, vielfach mit gerechtemGrunde, gebaueten Hoffnungen, brachten Verstimmungen hervor, welche durch Erlaßder Spesen oder Ersatz des Schadens zu heben die Kommission keine Mittel hatte.Den» sie stand vor einem Deficit von mehr als 2000 Mark Bco., und die Behördentrugen Bedenken, einen so starken Ausfall zu decken. In dieser Verlegenheit nahmlöbliche Kommerz-Deputation die Sache auf und fand Beruf, die i» gutem Glaubenfür den Betrieb und die Ehre des hiesigen Platzes aufgewendete» Gelder zu bewilligen, so daß die Kommission in den Stand gesetzt wurde, reinen Abschlußvorzulegen."

§. 181 .

Anlegung einer Wnarensanunlnng zur dauernden Förderungdes Gewerbfleißes; Fortbestehen der Kommission.

Schon während der Ausstellung theilte die Königliche Kommission den auswär-tige» Kommissare» die Absicht mit, Eremplare oder Muster ausgestellter Gegenständezur Bildung eines Museums der Industrie, welches als fortwährendes Andenke» derAusstellung dienen sollte, zu sammeln. Wo die ausgestellte» Gegenstände selbst zurAufnahme in eine solche Sammlnng zu umfangreich oder sonst nicht geeignet wären,da möchte» Zeichnungen oder Photographien derselben mitgetheilt oder deren Auf-nahme gestattet werden.

Von den vereinsländischen Kommissaren wurden hierauf die Aussteller des Zoll-vereins befragt, inwiefern sie ihre Ausstellungsgegenstände der Kommission belasse»oder das Photographiren derselben gestatten wollten. In Folge dessen überließengegen 200 vereinsländische Aussteller geeignete Gegenstände, und einige derselbenihre ganzen Sammlungen zn diesem Zwecke. In demselben Verhältniß zeigten sichauch die anderen auswärtigen Aussteller und die Brite» selbst zur Mitwirkung geneigt, so daß der Werth der Sammlung beim Schlüsse der Ausstellung schon aufbeinahe 0000 Lstr. gestiegen war. Auch wurden noch viele andere wichtige undwerthvolle Beiträge für den Fall angeboten, daß ein geeigneter Raum für die Sammlung, welche vorläufig mit Königlicher Erlaubniß im Kensington-Palast untergebrachtwurde, sich beschaffen lasse.

Hinsichtlich der Verwendung des Einnahme-UeberschusseS der Ausstellung be-merkte die Königliche Kommission in ihreni unter den, 6. November 1851 an dieKönigin erstatteten Berichte, daß dem alle Völker umfassenden Charakter der Aus-stellung ihr pekuniärer Erfolg wesentlich mit zu danken sei, und daß die zur Verfü-gung stehenden Ueberschüffe am besten zur weiteren Verfolgung der allgemeinenZwecke der Ausstellung, nämlich des Fortschritts der menschlichen Industrie und der