§. 188. Unifang »nb Plan des z» qriindrndcn Institntö. 750
Sammlungen stellen dies sehr deutlich dar. Seine natürliche» Zwecke scheinen des-halb mehr in Verbindung mit dem Handcls-Ministcrinm zn stehen, als mit dem De-partement, mit dein eS jetzt verbunden ist.
b) Zur Belehrung über das Pflanzenreich hat man außer den Darlegungeneiniger Gesellschaften, wie der Gartenbau- »nd der lwtanischcn Gesellschaft (in ihrenGärten und Blnmcnansstcllungen), dem Verlangen des Publikums in Kcw, west-lich von London , unter der eifrigen Leitung des Herrn W, Hooker, Nahrung znverschaffen versucht. Gin 1818 begvnncncS Museum, welches noch in der Kindheitist, enthält für das Pstanzcnreich die Sammlungen, welche im Mineralreich dasMuseum der praktischen Geologie umfaßt. Sein Streben bei der Erweiterung derSammlnngcn richtete sich auch aus die Fabrik-Industrie, Es fall möglichst alle(anSgcnvmmcn die unbedeutendsten und bekanntesten) vegetabilischen Produkte sowohlals Nohstoffe, als tu dem durch Kunst und Gcwerbsieifi zubereiteten Zustande, alleSorte» Stutz- und Zierhölzer, Farbstoffe, Spezcrcien, Gnmmi'S, Harze, ArzneienFasern n, s, w,, kurz alle Vcgetabilien enthalte», welche der Kunst, der Industrie,der Heilkunde und den, häuslichen Bedarf dienen. Der letzte Bericht des Sir ,W.Hookcr, welcher das Programm für 18,',2—1853 begleitet, zeigt die wachsendeWichtigkeit dieses Instituts, Er sagt:
„Da» Museum für Pslanzcnprvdnlte hat sich über alle Erwartung vermehrt undmit sehr »»bedeutenden Kosten für das Land, Die Vortheile, die es für die Beleh-rung darbietet, sind jetzt so augenscheinlich, das, viele Mitglieder der Gesellschaft,welche vegetabilische Produkte und Verfahren bctannt zn machen wünschen, Probenan das Museum geschickt habe», und seit den letzten sechs Monaten haben sich dieSchenkungen fast täglich vermehrt, Jeder freie Nenn» des Gebäudes ist jetzt demMuseum gewidmet und mit Glaskästen besetzt, welche sich schnell füllen. Der großenAusstellung verdanken wir viele wcrthvolle Beiträge, Sie bestehen an» vegctabilischeu Produkten, roh »nd in verschiedenen Stufen der Behandlung, »nd in Artikelnaus vegetabilischen Substanzen an» allen Theilen der Welt, Die Aussteller habengroße» Interesse für das Museum an den Tag gelegt und die Sammlungen groß-müthig unterstützt. Auch der Staatsministcr für die Koloniecn hat viele vegetabi-lische Produkte aus den entfernten Besitzungen der Krone zn unserer Verfügung ge-stellt, Anch habe ich mit der Znstimung des ersten KvmmiffarS der Banverwaltnngeine interessante Sammlnng aller Hölzer Toslana'S von den ToSkanischen Kommis-saren gekauft. Dies Land liefert wcrthvollcS Holz zu Schiffen, MeffrS, PeterLawson »nd Sohn aus Edinburgh haben den, Musen», ihre Produkte»-Samm-lung der Schottischen Land-, Garten- und Forstwirthschast geschenkt. Die Namender Geber sind an ihren Geschenken befestigt, welche unr gesehen zn werden brau-che», um den Werth und die Ausdehnung der Gabe» und den Gemeinst»» der Geberz» würdigen. Und wenn der Katalog des Museums gedruckt ist, was wegen desvielen Zuwachse» noch aufgeschoben werden mußte, wird eine noch größere Ocffentlichleit folgen. Solche Beiträge nud die Sammlungen, welche wir von I>, HookerSNeis« in Ostindien und den, Himalapa erhielten, werden das jetzige Gcbändeüberfüllen,"
e> Der Unterricht über das Thierreich ist weniger günstig vertreten. Diezoologische Gesellschaft stellt zwar das Thierrcich, so weit es lebende Thiere betrifft, genü-gend dar, aber die in der Industrie so vielfach gebrauchten Produkte sind noch inkeinem Museum ordentlich gesammelt.
Viele anschauliche Proben dieses Departements sind der Waare» Sammlnng,die, wie vorerwähnt, von den Kommissaren gegründet wurde, gegeben, und ohneZweifel würde da» Publikum bald da» Fehlende liefern, wenn eine Gelegenheit fürdie nützliche Aufstellung dieser Proben sich darböte. Aber weder über die Erzcngniffedes vegetabilischen, noch des Thierreichs bietet sich in London solche Gelegenheit zur