§. 183. Umfang und Plan deS zu gründenden Instituts. 761
wahrscheinlich außerordentlich erfolgreich gewesen wären. Eine Abtheilung des„Kings - College' ist der Civil-Technik (Civil-Inge,woririg) gewidmet, arbeitet, mitmehreren Werkstätten verbunden, jetzt erfolgreich und giebt auch theilweise den nöthi-gen Unterricht für die Maschinenkunde. Das Institut der Maschinenbauer in Bir-mingham entstand grvßcntheils, weil man bei der Beaufsichtigung des Maschinen-wesens der Eisenbahnen das Bedürfniß fühlte, die Anordnungen und Entwürfeder verschiedenen Eisenbahn-Gesellschaften in Ucbercinslimmnug zu bringen, da derMangel an Gleichförmigkeit täglich viele Schwierigkeiten verursachte. Dieses konntenur erlangt werden, indem man über die Leistungen der abweichenden Systeme,welche man in den verschiedene» Landcsthcilcn befolgte, in einer zu diesem und ähn-lichen Zwecken gegründeten Gesellschaft frei berieth. Obgleich das Institut erst kürzlichentstand, hat man schon unbestreitbaren Vortheil davon gezogen, da die Hauptfabri-kantcn und Inspektoren der Lokomotiven und Eisenbahnwagen sich znm Ausiauschihrer Ansichten vereinigt haben und sich von Zeit zu Zeit die Resultate ihrer tägli-chen Erfahrungen berichten, so daß die Verhandlungen der Gesellschaft wichtige That-sachen für die praktische Mechanik mittheilen.
Die vortheilhasten Wirkungen gut eingerichteter Sammlungen von Maschinen-Modcllcn und besonders von neue» Erfindungen haben sich bei dem Conservatnire «los-bris ct ücs Ketiers in Paris und bei andere» ähnlichen Institute» in Europa gezeigt. Die große Aufmerksamkeit, welche der Abtheilung der Maschine» auf derAusstellung gewidmet wurde, zeigt, wie eifrig diese Gelegenheit zur Erlangung vonKenntnissen benutzt wurde. Wie schon oben (S. ti9!)j erwähnt, wurde auch bei derBerathung über das neue Patentgcsctz das Bedürfniß einer Anstalt ausgesprochen,wo Modelle neuer Erfindungen aufgestellt werde» könnten. ES ist bekannt, daß inEngland viele wcrthvolle Modelle eristiren, welche man leicht erlangen könnte, wennein geeigneter Ort zur Aufstellung und nützlichen Erklärung vorhanden wäre. DieKommission glaubt deshalb, daß, wenn Mittel geboten wären, neue Maschine» linterAussicht von Technikern auszustellen und zu probirc», sie sehr viel sowohl von Ma-schinenbauern und Erfindern, als zur Belehrung benutzt werden, daß sie »ntcr derMitwirkung bedeutender Mechaniker »nd wissenschaftlicher Gesellschaften den Erfin-dungen einen neuen Aufschwung geben und eine systematische Ausbildung i» denGrundsätzen der Maschinenbaiiknnst, welche in England sehr wnnschenswerth sei,erleichtern würden.
III. Fabrikation: Anstalten für Technologie »nd Waarenkundc.
Zn einem Unterrichts-Institut können nicht gut alle technischen Einzelnhei-ten der Fabrikation gelehrt werden, aber es bilden die Grundsätze, von denen sieabhängen, einen wichtigen Unterrichtsgegenstaild. Diese Prinzipien find in demStudium der Rohmaterialien, der bei ihrer Zubereitung angewendeten Verfahrungs-artcn und der Maschinen Behufs ihrer Verarbeitung z» nützlichen Zwecke» begründetund entwickeln sich daraus. Daher müssen Sammlungen von Fabrikate», so weit sieGegenstand der wiffenschaftlichen Belehrung find, einen Bestandtheil der oben beschrie-benen Institute ausmachen. Aber die Richtung, welche solche Institute in Ueberein-stimmung mit den nur unvollkommen ausgesprochenen Wünschen des Publikums hin-sichtlich einer Einwirkung nach der Seile der Waaren - Sammlungen hin schon bis-her verfolgt haben, wird systematisch zu ordne» und zu einer den anerkannten Be-dürfnissen der Industrie entsprechenden Bedeutung zu erheben sein. Die 8oeiet)' »k^rts hat bereits die Absicht gehabt, diesem Mangel abzuhelfen. Der ProfessorSollt), früher Bice-Präsident, jetzt Sckrctair der Gesellschaft, bemerkt in seinen.Vortrage über die vegetabilischen Stoffe, welche in der Fabrikation gebraucht wer-den, mit Bezug aus die Waarensaiiimlung dieser Gesellschaft:
„Die angeführten Thatsachen zeigen klar, daß, wenn die ursprünglichen Zwecke