Band 
Dritter und letzter Theil.
Seite
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Verlauf, Beendigung und Gcsammtcsgebmsse.

der Gesellschaft streng verfolgt worden wäre» und wenn die Mittel im Verhältnißzu ihren Leistungen sich vergrößert hätten, wir jetzt eine sehr schätzbare Darstellungder Fortschritte der menschlichen Industrie iu den letzte» hundert Jahren, ein industriel-les Museum der ganzen Welt haben würden: nicht blos ein Magazin, iu welchemNatur-Produkte und künstliche Erfindungen in endloser Unordnung Jahre lang ver-graben bleiben, sondern eine praktische, nützliche, wohlgeordnete Reihenfolge, welche»der vergangene Fortschritte belehrt und zu ferneren Verbesserungen leitet, einen Ort,wo nützliche Kenntnisse aller Art Jedem zugänglich und zu allen Zeiten für Untcr-richtSzweckc erreichbar wären,"

Die 8nciot^ ob -drts, welche durch ihre neuerlichen Ausstellungen den Weg fürdie große Ausstellung vorbereitete nnd direkt auf sie hin wirkte, hat sich wieder nachdieser Richtung gewendet, und man hofft durch die Sammlungen dieser Gesellschaftund durch die oben <8, l8I> erwähnten Erwerbungen von der Ausstellung ein solchesMusen», von Fabrikaten zu begründen, Achnlichc Museen eristircn in Frankreich und Deutschland : sie bezwecken, den Fabrikanten und dem Publikum Gelegenheit zurVerglcichung der verschiedenen Leistungen der Fabrikation darzubieten. Verschiedeneeinflußreiche Kaufleute und andere im Handel Londons intcressirte Personen wandtensich a» die Kommissare ') mit einer ausführlichen Darlegung des Werths einersolche» Waaren-Sammlung, in welcher Waarenproben mit den nöthigen Angabendes Preise-, der Art der Fabrikation », s, w, enthalten wären: Eine solche Samm-lung würde sich, wie mau hofft, durch die dargebotenen Vortheile für Handel „ndVerkehr selbst unterhalten können; nur diejenigen Fabrikzwrige schritten wirklich fort,bei denen die Produzenten des Rohstoffs mit den diese verbrauchende» Fabrikanten ineiner mehr oder weniger engen Verbindung ständen und wo eine gegenseitige Kennt-niß der Leistungsfähigkeit des einen und der Bedürfnisse des andere» Theiles, vor-handen sei.

Eine Waaren-Sammlung für den Handel, welche ihrer Natur nach in ihrenDarlegungen wechseln muß, da die einzelnen Proben nicht dauernd verbleiben könne»,würde vorthcilhaft mit einem dauernde» Museum von Fabrikaten verbunden und beidekönnten zur Ausbildung junger Techniker, welche die Ergebnisse der Wissenschaft beider Industrie einführen sollen, wesentlich nützen. Solche Museen, deren zerstreuteElemente schon überflüssig in London bestehen, können nur dann eine» weit verbrei-teten öffentlichen Nutzen haben, wenn sie mit dem Unterrichte in Technologieund Waarcnknildc verbunden sind. Hinsichtlich der Erfolge dieser Verbindungverweisen die Kommissare insbesondere auf Deutschlands Handelsschule» sowohlder abgesondert, als der in Verbindung mit den Gewerbschulen bestehenden, derenLehrplan und Zweck in ihrem Bericht angeführt wird. Wenn gleich gewiß inDeutschland das Bedürfniß solcher Waaren-Sammlungen, cinesthcils als Museenzur Belehrung des Publikums über sehenSwerthc Erzeugnisse der Industrie »nd desHandels aus vergangener und gegenwärtiger Zeit — in welcher Beziehung die Ge-werbe-Ausstellungen naheliegende Anlässe zu ihrer Bereicherung mit sehcnswcrthcnProben darbieten — andcrmheils als Hülfsmittel des Unterrichts in der Gcwerb-und Waarenkundc am frühesten empfunden ist, so bleibt doch auch bei uns, selbstm den große» Hauptstädten, in diesem Felde noch Vieles zu wünsche». Die Samm-lung gemusterter Fabrikate wird unten bei den Dessinatemschnlen erwähnt werden,

IV, Schöne Kunst: Malerei, Bildhauerei und Baukunst,

Für die bildende Kunst bestehen zu London rm Vergleich zu den vorbenanntenZweigen schon vielfache Sammlungen und Bildungs-Anstalten, obgleich noch immerunvollkommen im Gegensatz z» andern Hauptstädten, Der Kunstbildung sind beson-ders die National-Gemälde-Gallerte, die Skulptur-, Alterthümer- und Kupferstich-