764
Verlauf, Beendigung und Gesammtcrgebnisse.
glied der Jury für die schönen Künste einen schätzbaren Bericht über Dessins, welcherden Jury-Berichten beigedruckt ist. Die Sachverständigen haben nun in einem Be-richi an den Präsidenten des HandelSamtS die Grundsätze entworfen, welche, nachihrer Meinung, zu einer befriedigende» Entwickelung dieser Schulen leiten würden.Sie sagen:
„Zweck der Dessinschnle» ist das Stndinm der verschiedenen Verfahren bei derFabrikation, die praktische Ausbildung im Zeichnen für die einzelnen Industriezweigeund die Uebung in den verschiedenen Zweigen der Dekoration: z»r Ausbildung mußder Schüler die Mittel haben, schöne Eremplarc dessen, was schon in der Abtheilung,in der er nützlich werden will, geleistet worden ist, zu benutzen.
Ein für Jrdenwaarcn-Fabrikation ausgebildeter Musterzeichner sollte wenigstenseine hinlängliche Kenntniß dessen besitzen, was Japan, Meißen , SovreS undselbst Chelfea schon geleistet haben, und sich bemühe», eine eben so große Fähig-keit der Ausführung z» erlangen, wie seine Vorgänger besaßen. Er sollte in denGrundlagen, welche sie zur Vollkommenheit führten, unterrichtet und belehrt werden,die Fehler zu vermeide», welche ihre ausgezeichneten Arbeiten entstellen. Ebensosollte der gut unterrichtete Musterzeichner für Druck- und Webewaaren praktisch mitden früheren Indischen Zitzen und mit den besten Arbeite», die jetzt in Paris , Mühl-hausen, Craysord oder Accrington verfertigt werde», bekannt sein.
Man sollte Schülerklaffen für die praktische Uebung und Studie» für die Ein-zelheiten der Manufaktur und für die Kenntniß der allgemeinen Grundsätze, nachwelchen die DckorationSmnster für solche Fabrikate konstruirt werden müsse», bilden.
Die Ankäufe Indischer und anderer ornamentaler Arbeiten von der Ausstellungwerden vo» der größten Wichtigkeit sein, indem sie in London und auch in demLande die angedeutete höhere Art der Ausbildung entwickeln werden.
Von dieser <der höher»), wie auch von den Elcinentarklaffen der Anstalt darf manhoffen, daß das allgemeine Publikum großen Vortheil ziehe» wird. Während der Schülerdurch Uebung Geschicklichkeit erhält, haben sowohl der Fabrikant, wie der Verbrauchervermehrte Mittel, über den Erfolg der Anstrengungen des Schülers zu urtheilen, undes ist zu erwarten, daß nach einiger Zeit alle Klassen eben so willig sein werden,über die Kunst Belehrung zu erhalten, wie über Geschichte, Chemie und Geologie."
Auch sind Vorlesungen und anschauliche Darlegungen über die Grundsätze desMnsterzeichnens, verbunden mit Erläuterungen durch die in der Sammlung desDepartements enthaltenen Gegenstände, vorgeschlagen. In einem durch die Königinder AuSstellungs-Kommission vorläufig überwiesencn Naum in Malborough-Houscwurde eine Sammlung solcher Muster ausgestellt, welche einen werthvollen Kernbilvet und einem Mangel, welcher bis dahin die Fortschritte der Dessinschule wesent-lich gehindert hatte, abhilft.
Die bisherige Geschichte der Britischen Dessinschnlen zeigt, daß das Lehren vonGrundsätzen, ohne die Mittel, ihre Nichtigkeit durch Beispiele zu erläutern, nur einenunvollkommenen Unterricht bittet, und man hat schon lange gefühlt, daß eineSammlung paffender Vorbilder sowohl für den Lehrer wie für den Schüler durch-aus nothwendig ist,
Oeffcntliche Anstalten besitzen schon viele Gegenstände, mit welchen eine paffendeSammlung gebildet werden könnte. Außer den Gegenständen in Malborough-Housebesitzt das Britische Museum Proben Etrurischer Töpferarbeiten, Holzschnitte vonAlbrecht Dürer , Zeichnungen für Juwelier-Arbeiten von Holbcin, Gem-men u. s. w., während das Museum für praktische Geologie Proben von Jrden-und Glas-Fabrikaten enthält und die Waaren-Saminlung der Konimissarc auchviele Gegenstände aus diesem Departement umschließt.
Durch eine Vereinigung dieser Belehrungsmittel in einem Lokal, nicht weit von