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I. Band.
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Burkart von Bennwyl, Hans von Seedorf und Berchtold Glöckner nebstden Vennern Peter von Palm, Wendschaz und Hans von Herblingen.Allein von Erlach besaß außer den bereits erwähnten Eigenschaften auchdie damals bei einem ausgezeichneten Manne nicht seltene der Beschei-denheit. Er allein hielt sich für die so schwierige Stelle nicht geeignet,und suchte die ihm dargebotene Ehre abzulehnen. Doch konnte er nichtlange der dringenden und einmüthigen Bitte seiner Mitbürger widerstehen.Indessen knüpfte er die Annahme des Oberbefehls an das Versprechenunbedingten Gehorsams; denn in sechs Feldschlachten, wo stets die ge-gcringere Zahl die größere besiegt, hatte es sich ihm hinlänglich bewährt,wie nur Einheit und Ordnung im Kampfe einen glücklichen Ausganggewinnen, und freudig schwur die ganze Mannschaft dem Feldherrn denverlangten Gehorsam ohne allen Widerspruch in Noth und Gefahr *).

Da versammelten der Schultheiß und der neu erwählte Feldherrden Rath und die Zweihundert zu neuer Berathung über Bern's schwie-rige Lage. Bei der großen Zahl der belagernden Feinde schien der EntsatzLaupens ohne fremde Hülfe beinahe unmöglich. Allein auch dieser warschwer zu finden, da fast alle ihre Nachbarn zu ihren Feinden gehörten, einigeBünde wie die mit den Waldstätten gerade um diese Zeit ausgelaufen waren,und andere Bundsgenossen wie Viel durch Frcundschafts - oder Abhängig-keitsverhältnisse von ihren Gegnern abgehalten wurden zu leisten, wassie sonst wohl gern gethan hätten. In dieser Verlegenheit mahnte, mandie alte Freundin Solothurn, welche alsogleich achtzig Helme schickte, undzugleich meldete, daß der österreichische Landvogt und Graf Eberhard vonKyburg im Thnrgau und Aargau Kriegsvolk sammle und mit einer be-deutenden Schaar an ihren Mauern vorüberziehen würde, um in dreiTagen vor Laupen einzutreffen, was sie selbst nöthige einige bewaffneteMannschaft zum Schutze ihrer Stadt zu behalten. Auch von ihrem Mit-bürger, dem Freiherr» von Wyssenburg im Simmenthal und von ihrenGetreuen im Hasle verlangten die Berner so schnell als möglich Hülfe.An der Spitze von dreihundert tapfern Knechten erschien der FreiherrJohann von Wyßcnburg der jüngere selbst in der bedrängten Stadt, woauch eben so viele Hasler nebst einigen Gotteshausleuten von Jnterlakeneintrafen **).

Auch die Waldstätte, glaubte man, würden, ungeachtet der Bundmit ihnen zu Ende gelaufen war, der alten Freundschaft und Treuegegen Bern nicht vergessen und die Nothwendigkeit einsehen, dieses Haupt-bollwerk der ihnen so theuern Freiheit nicht zu Grunde gehen zu lassen,

*) Tschudi.

**) Tschudi/ diplomatische Geschichte der Freiherren von Wciffenburg.