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Schweiz die Städteverbrüderung, an deren Spitze Bern stand, an diesich Freiburg, Solothurn, Murten, Petterlingcn, Viel und andere wenigerbedeutende Orte angeschlossen hatten. In dieser Verbindung war Berndie mächtigste und angesehenste, welche wohl den überwiegendsten Einflußzu gewärtigen hatte. Allein Bern schien in den letzten Zeiten eine derFürstenmacht weniger seindselige Stellung annehmen zu wollen. Denneinerseits hatte es sich der Aufnahme von Bürgern wegen mit seinenNachbarn in Verkommnissc eingelassen, andererseits hingegen konnte mannicht undeutlich das Bestreben wahrnehmen, sich auf dem Wege der Er-oberung und der Kaufverträge eine Herrschaft nach den Grundsätzen derLehensherrschaft zu bilden. Die mächtigen Freiherren und Edelleute,welche in Bern an den öffentlichen Geschäften Theil nahmen, waren desHerrschens in ihren Bezirken gewohnt; auch mag wohl Einzelnen nachdem glänzenden Siege von Laupen das Bild der alten Roma vorgeschwebthaben. Durch Vermittlung der Königin Agnes hatte man mit Oesterreichnicht nur Frieden gemacht, sondern sich sogar in nähere freundschaftlicheVerhältnisse mit dem herzoglichen Hause eingelassen. Im Einverständnissemit dem letzter« hatte man die Angehörigen des Gotteshauses Jnterlaken,die sich empörten, dem Kloster wieder unterworfen. Man trat also injeder Beziehung auf eine der Fürstenmacht und den bisherigen Begriffenweniger feindselige Weise auf, als es die Bundsgenossenschaft der mitt-leren und östlichen Schweiz in den beiden letzten Jahren gethan hatte.Dazu mußte auch der wesentlich verschiedene Geist in Betrachtung gezogenwerden, der sowohl in der Verfassung, mehr aber noch in der Verwaltungder öffentlichen Angelegenheiten zu Bern und Zürich herrschte. Hier hatteman sich bei einer ganz aus dem Zunftwesen hervorgegangenen, zumgrößten Theile aus Kaufleuten und Handwerkern, bloß an städtische Be-schäftigung gewohnten Regierung mehr der Leitung und den Wirren desZunftwesens preisgegeben, während in Bern durch die Einwirkung ange-sehener Edelleute und einer großen Zahl auf dem Lande lebender Bürgerganz andere Begriffe über die Bedürfnisse des öffentlichen Lebens vor-walteten. Innige Befreundung zwischen Bern und Zürich seit ihrer letztenStaatsveränderung war daher wohl schwerlich zu gewärtigen. Demnachmag man in Bern die wichtige Frage der näheren Verbindung mit derEidgenossenschaft wohl und tief erwogen, und dennoch am. Ende die alteFreundschaft, die Vorliebe und das Gefühl der Dankbarkeit gegen dieWaldstätte, gegen welche man nur mit Schmerz vor Zürich die bcrneri-schen Waffen gerichtet hatte, sich der Gemüther bemeistert, und mehr alsdie kalt abwägenden Gründe weit berechnender Staatsklugheit zum Ent-schlüsse bestimmt haben. Für das zukünftige Schicksal Bern's aber, fürdasjenige der alten helvetischen Gauen, ja, wenn man auf die Folgen