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VII. Zeittafel. 200—500.
200. Diogenes von Laerte in Kilikien. Seine „Zehn Bücherüber das Leben, die Lehren und Gedenksprüche der in derPhilosophie Wohlberühmten“ sind eine wichtige Quelle fürdie Geschichte der exakten Wissenschaften.
Lit. Klippel, De Diogenis L. vita, seriptis atque auctoritate.Nordhausen 1831.
200. Ulpianns, Domitianus. (Tyrus 170 — Rom 228.) BerühmterRechtslehrer, Präfect zu Rom. Verfafst die erste Tafel überdie Lebensdauer.
Lit. M. Cantor, Vorles. ü. Gsch. d. Math. I, 475. — W. Karup,Theoretisches Handbuch der Lebensversicherung. Leipzig, 1871.
200. Epaphroditus. Römischer Agrimensor. In dem Codex Arce-rianus findet sich von ihm eine Schrift über Feldmessung,ein Abschnitt über Vielecks- und Pyramidalzahlen und prak-tische Aufgaben aus der rechnenden Geometrie. Im recht-winkligen Dreieck 2 p = o -(- h — c. Näherungsformel fürdie Oberfläche von Bergen.
Lit. M. Cantor, Vorlesungen über Geschichte der Mathe-matik. I, Kap. XXVI. Die Blütezeit der römischen Geometrie.Die Agrimensoren. S. 457—475. — Fernere Literatur siehe beiFrontinus.
200. Herodianus, ein byzantinischer Grammatiker, beschreibt diegriechischen Zeichen für die Zahlwörter, d. h. die Anfangs-buchstaben der Zahlwörter; daher der Name herodianischeZeichen.
Lit. M. Cantor, Mathematische Beiträge zum Kulturlebender Völker. Halle 1863. — Friedlein, Die Zahlzeichen und daselementare Rechnen der Griechen und Römer etc. Erlangen 1869.
200. Alexandrinische Astronomie und Astrologie beginnt nachIndien einzudringen.
Lit. M. Cantor, Gräko-indisclie Studien. Z. f. Math. XXII,III. Ab. 1—13, 1877.
VII. Zeittafel. 200—500.
Neuplatoniker. Diophant. Kommentatoren.
210. Ammonius. (j - 250.) Lehrer des Plotinus. Gründer derneuplatonischen Schule zu Alexandria.
Lit. Ed. Zeller, Die Philosophie der Griechen. III, 2. 3. All.Leipzig 1881, S. 449 ff.