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Siebentes Kapitel. Die Congresse.
Gegen den Sevillervcrtrag beschwerte sich aber der Kaiserauf's Heftigste, ihn einen Bruch der Quadruple-Allianz nennend,und eine Verlezung der Rechte des teutschen Reichs wegen derohne sein Zuthun erlaubte» Besezung seiner italischen Lehen. Erforderte die teutschen Stände zur Behauptung solcher Rechte auf,und sandte ein Heer nach Italien, welches nach dem eben erfolg-ten Tod des Herzogs v. Parmaund Piacenza, Anton Franz,des leztcn Farnese, diese Länder für Ihn, als Oberlehenshcrrn,in Best; nahm.
Auch dieses Ungcwitter wurde glücklich beschworen. KönigGeorg I., aus Friedensliebe und Rechtlichkeit, garantirte ineinem neuen Vertrag zu Wien ') die pragmatische Sanktion, umwelchen Preis der Kaiser von seinem Widerstreben gegen die Bc-sezung Parma's abzulassen sich erboten; der Kaiser aber bewil-ligte nicht nur jene Besezung der Reichslehen mit spanischen Trup-pen, und erwirkte zu diesem Behuf ein eigenes Reichs gut ach-ten, sondern er chob auch die verhaßte Ostende'sche Kompagnieund allen Handel der Niederländer mit Ostindien völlig und fürimmer auf. Diesem Frieden trat Spanien alsogleich bei");nach einigem Zaudern auch Hollands. Nur Frankreichgarantirte die pragmatische Sanktton nicht, und nahm keinen Theilam Frieden.
So ward endlich Elisabeths von Parma scbnlichcr Wunscherfüllt. Ihr Sohn, Don Carlos, nahm Besiz von Parmaund Piacenza; der Großhcrzog von Toskana, der leztc derMedicecr, erklärte ihn als Erben seines Hauseö, und nahmspanische Besazung in Livorno auf. Der noch minderjährigeJnfant ging nach Florenz, um allda bis zu erlangter Großjäh-rigkeit zu verbleiben.
11 1731. 16 . März.
2) 27. Juli-
3) 1732. 20. Febr.