Band 
Erster Band. A und B.
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Barometer.

dem StofsÄlss Quecksilbers leichter widersteht, so ist cs dochuns andern Gründen vortheilhafter, die Glascsdicke nichtstärker als etwa 0,2 Lin. zu wählen, insbesondere weil dieseleichter und sicherer ausgekocht werden können. Die Weiteder Röhre darf nicht unter 1,5 Lin. seyn, weil sonst die Be-weglichkeit des Quecksilbers zu geringe ist. Die Masse desQuecksilbercylinders nämlich -wächst wie das Quadrat desDurchmessers der Röhre, ihre innere Fläche aber, an wel-cher sich das Quecksilber bewegt, wie die einfache Potenzdesselben, mithin wird der gröfserc Cylitidcr die Adhäsionlin Verhältnisse des Quadrates des Durchmessers zur einfa-chen Potenz desselben überwinden. Eine weitere Röhre zuwählen, als höchstens 2,5 bis 3 Lin. ist zweckwidrig, weildadurch die Masse, und somit das Gewicht des Quecksilbersunnöthig vermehrt wird. Obgleich man bei jedem Barome-ter am besten die absolute Länge der Quecksilbersäule mifst,und hierbei ihre gleiche oder ungleiche Dicke nach dem obenangegebenen Princip der communicirenden Röhren nicht di-rect in Betrachtung kommt, so ist es doch vorzüglich der Oa-pillarität wegen vortheilhaft, möglichst genau cyliudrischeRöhren zu wählen , und bei Heberbarometern nimmt man esals Regel au, dafs beide Schenkel innerhalb der Länge, biswohin die Beobachtungen reichen, gleich weit seyn müssen,weswegen man zum kürzeren Schenkel das oben abgoschnit-tene Stück des längeren nimmt. Das Caliber läfst sich fürdiesen Zweck genügend vermittelst eines an einem Bindfaden 1durchgezogenen Korkes, oder wenn man gröfserc Gcnauig-^keit sucht, nach nr Lüc vermittelst eines über dem Korkebefindlichen, und beim Herabziehen desselben allmälig durch-laufenden Quccksilbcreylinders finden, indem man dessen'gleichblcibende oder sich verändernde Länge mit einem Stück~dien Charte mifst. Weit wichtiger aber ist cs, dafs dieRöhre vollkommen trocken und rein von Staub und Schmutzscy. Zu diesem Ende zieht man wiederholt einen aus Baum-wolle geformten, an einen Bindfaden befestigten Stöpselhindurch, schmelzt dann die Röhre am oberen Ende so ^u,dafs sie nicht in eine Spitze, sondern in eine etwas erwei-terte Wölbung endigt, und biegt sie gehörig um, wenn manein Ilebcrbaromcter haben will. Man hat auch vorgesclda-