Band 
Erster Band. A und B.
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tlian, welcher etwa nur zu angefiillt sevn darf; letztererwird dann mit etwas l’apicr lose verstopft in einem Tiegelmit Sande mehrere Stunden einer allinälig verstärkten Rotli-glühhitzc ausgesetzt, bis sich der Zinnober völlig sublimirthat. Dieser wird herausgenomincn, gepulvert, mit \ Ei-senfeil oder nahe einer gleichen Menge Kalk gemengt, unddann am besten aus einer eisernen Retorte im Sandbadc dc-stillirt. Statt der letzteren kann man auch eine irdene odereine gläserne beschlagene nehmen, läuft aber bei der erste-ren Gefahr durch die Porosität derselben Quecksilber zuverlieren, und ist bei der letzteren nicht gegen das Zersprin-gen gesichert. Den Hals der Retorte umwickelt man mitmehrere Zolle vorstehendem Fliespapirr, und taucht das Endedesselben in ein Gefäfs mit Wasser, in welchem mau danndas gereinigte Quecksilber findet.

Das Auskochen der Barometer , welches schon du Fay r ,Cassini uikILemonnier 1 2 * , Beigiiton-* u. a. aus verschiedenenunrichtigen Gründen anzuwenden rietben, dient dazu, umalle Luft und Feuchtigkeit vom Quecksilber zu entfernen,ist daher zum Wesen des Barometers unentbehrlich, undkann auf keine Weise nach Mii.on u. a. 4 durch das Erhitzendes Quecksilbers vor dem Einfiillen in die llöhrc ersetzt wer-den 5 , indem selbst wiederholtes Auskochen die letzten An-thcile der Luft und auch der Feuchtigkeit nicht völlig weg-zuschaflen vermag. Die ge wohnliche Art des Auskochensgeschieht, indem man die gefüllte und mit Papier lose ver-stopfte Barometerröhre unter einer Neigung von etwa 4 5°gegen den Horizont zuerst mit ihrem oberen, nach unten ge-kehrten Ende über lebhaft glühenden Kohlen in einer grolsenKohlenpfanne allmälig erhitzt, dann bei wiederholtem leisenSchütteln so lange der Hitze aussetzt, bis das Quecksilberwirklich siedet, wobei die erzeugten Dämpfe die ganze Me-tallsäule etwa 0,5 bis 1 Z. heben, und das Quecksilber iueinzelnen Tropfen sich unten wieder sammelt. Es erfordert

1 Mc'm. de l’Acad. 1823.

2 Mc'm. de l’Acad. 17*0.

5 Phil. Tr. N. 44 S.

4 J. d. Ph. LIV, 128. G. XIV. 43 a.

5 Parrot Phjs. I, 36g.