Band 
Erster Band. A und B.
Seite
883
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Verfertigung.

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einige Uebung, zu verhüten, dafs die stark bewegte Queck-silbersäule das Glas nicht zerschellet, welches man am bestenvermeidet, wenn man die Röhre beim stärkeren Wallennicht etsva herauszicht, sondern vielmehr weiter auf denKohlen hinschiebt. So lange noch Luftbläschen am ausge-kochten Theile sichtbar sind, inufs das Kochen fortgesetztwerden, jedoch tuufs man sich hüten, expandirte Quecksil-berdämpfe nicht mit Luftblasen zu verwechseln. Man fährtdann vom obern Ende an so lange mit dem Auskochen fort,bis die ganze Röhre auf diese Weise ausgekocht ist, nimmtaber den papiernen Pfropfen zeitig genug weg, damit durchdas Verkohlen desselben die Röhre nicht beschmutzt wird.Bei einer gut ausgekochten Barometerröhre muh nach demErkalten das Quecksilber mit einer hellglänzenden Metall-fläche am Glase liegen. Hat man indefs auf diese Weisedieselbe auch mehrmals, selbst 6 bis 8 mal ausgekocht, soist dennoch nicht alle Luft entwichen, wie sich ans der nochimmer stattfmdenden Capillardeprcssion ergiebt. Der Grundliegt sehr einfach darin, dafs wahrend dem Auskochen etwasvon dem oberen, noch unreinen, kälteren und daher speci-fiscli schwererem Quecksilber herabsinkt, und das schon aus-gekochte wieder verunreinigt. Vollkommene Reinheit istdaher nur dann zu erhalten, wenn man die ganze Röhre zu-gleich über einer hinlänglichen Menge Kohlen auskocht, eineMethode, welche der Mechanicus Ciahcy bei einigen Baro-metern anwandte, und welche nach der Aussage des Dr.Eimke ein gemeiner Glasbläser in Hamburg bei allen fürRepsoi.d ausgekochten Barometerröhren befolgt. Auchd’Angos 1 giebt an, dafs er, um übereinstimmende Barome-ter zu erhalten, die Röhren mit reinem Quecksilber fiille ?die obere Mündung mit einem länglichen Sacke von Leinenverbinde, um das durch das Sieden herausgeworlene Queck-silber aufzunehmen, dann drei Röhren zugleich in ein Fut-teral von Eisenblech mit feiner Asche gefüllt einschliefse,dieses allmälig erhitze, und dann über Holzkohlen in eineretwas geneigten Lage eine halbe Stunde kochen lasse. Isthierbei zu viel Quecksilber aus der Röhre gekommen, so

i J. de Ph. LXXIII. riö.

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