Buch 
Gerold Edlibach's Chronik / mit Sorgfalt nach dem Original copirt und mit einer gleichzeitig verfertigten Abschrift genau verglichen aus derselben vermehrt und ergänzt von Joh. Martin Usterj ; nebst einem Anhange ; auf Veranstaltung der Antiquarischen und unter Mitwirkung der Vaterländisch-historischen Gesellschaft in Zürich dem Drucke übergeben.
Entstehung
Seite
54
JPEG-Download
 

54

Wie die eignossen für Zürich zugend vnd dz meintend zu gewünnen vnd an wellichem

end jetliches ort sin läger uffschlug.

Vff sant johans baptisten tag anno domin. m.cccc.xxxxiiij jar da kamend gemein eignossen mitaller jr macht, vnd leittend sich vir zürich dz doch die gröst torheit was die sy kum je begiengendvnd meinlend dz mit jrem eignen gewalt zu gewünnen

(Pag. 100.) (Im, Original die Stadt Zürich mit den davorliegenden Eidgenossen: sonderbar ist es,dass der Prospekt der Stadt verkehrt gezeichnet ist, so dass man glauben könnte, er wäre be-stimmt gewesen, so in Holz geschnitten zu werden, was durch einen beabsichtigten Druck dieser

Chronik in spätem Zeiten wohl erklärt werden könnte, von dem aber wohl kein Gedanke seinkonnte, als diese Chronik zusammen geschrieben wurde. In der Copie ist hier die Auffindung derBüchsensteine angebracht, die zu dem vorhergehenden Abschnitt gehört. Diese Vorstellung ist in

der Copie nicht befindlich.)

und tagend also davor x wochen vnd iij tag vnd schlugend die von bern vnd von zug mit sampt

der herschanft baden vnn dem ampt wagental vir die kleinnen stat an die sill vnn vmm sälnow da

vmin, die von lutzern tagend anlein bin krallen am zürichberg, so tagend die von schwitz vnd glarisszu hotlingen (Pag. 101.) jm boden, ouch hattend die von vry vnd vnderwalden jr her vnd legergeschlagen vmm spiltelerschür vnd da vmm stadelhoffen, da nun die eignossen also vor Zürich tagendda kam der tag niemert man scharmützlet an ettlichem ortt mit den eignossen, den dazemal gar filf'reidigcr gesellen warend von frömden vnn ouch von heimschen, die täglichen vss der stat luffendvnd jr heil an eignossen versüchtend dz ich nun nüt kan noch mag schriben, doch so wil ichdie grösten Sachen schriben, die sich verluffend die wil die eignossen vor zürich tagend so es sichhienach begeben wirt, vnd wil nun hienach zu dem nächsten schriben wie man sich in der stat Zürichhielt vnd von jrer Ordnung vnd wie sy jr stat besatztend vnd ouch wie bans von rechberg erweltward zu houptman.

Von der Ordnung die zürich in der stat gemacht ward.

Ich uernim warlichen aber von frommen erbren alten gloubhaftigen lütten die selbs mit jrremlib vil bin dissen Sachen gewessen sind, dz die Ordnung von den frömden gemachet wurd, vnn nüt von

den heimschen, vnd wz dz ursach also da es an der sill als übel wz gangen daruor dem bössen friden

vnd jederman in die stat Hoch, da fordret der margraff alle Schlüssel zu allen torren die wurden jmvnd behub also dieselben Schlüssel jn sinnem gewalt den krieg uss die wil die eignossen vor der stattagend, dz nun uil der erberen lütten Zürich verdross vnd sy vast bekümbret, vnd also macht man

die erst Ordnung vnd macht mit etlichen der rätten nüw rätt von edlen vnd vnedlen von frömden

vnd von heimschen vnd deren warend nüt mcr den zwölff, mit dennen er all Sachen ussricht, die denzu dissem krieg fürttend, vnn sust nüt wilter, vnd also erwartend (erwältend) die zwölff rät hanssenvon rechherg zu einem obersten hoplman der gantzen stat zürich, demnach macht man zu jm fier