des knleyerboſe.—— 9
XII. Schopffen zu Leitern und anderm Geſchirr.Dieſe koͤnnen auf beyden Seiten der Hof⸗Mauer im vordern Hofe ge-
gen dem Wohnhauß uͤber geſetzet werden. b.xr Er.., oe Tis es ee iesCLASSIS V.
Von Bronnen/ wie dieſelbige anzuordnen/zu graben und zu leiten ſeynd.
ſeynd an und fuͤr ſich ſelbſten ins gemein vornemlich drey-erley:
I. Springbronnen.
II. Ziehe⸗-oder Pomp⸗Bronnen.
III. Ciſternen.
1. Springbronnen ſeynd jierlich/ aber koſtbar/ wegen der Waſſerleitun-gen/ Teicheln/ Bronnenſtoͤcke/&c. dieſe kan man nicht allenthalben ns Werckſetzen oder haben/ es ſeye dann die diruation darnach/ daß es einen natuͤrlichenFall habe/ oder aber durch Kunſt⸗Truck⸗oder Hebwerck in die Hoͤhe getriebenwerde.
II. Ziehebronnen oder Pompen ſeynd ins gemein auf dem Land undinden Staͤdten genugſam bekandt/ worunter die Schoͤpff⸗und Ziehbronnenzweyerley Arten/ nemlich(1.) mit dem Schwenckel(2.) mit Ketten und Ei-mern; Die Pompbronnen aber mit einer Roͤhr/ Stiefel und Ventil.
III. Ciſternen/ werden mehrentheils an den jenigen Orten gemacht/ woman ſonſten Mangel an Waſſer hat/ und diß ſeynd Gewoͤlber/ worinn dasRegen⸗Waſſer von den Daͤchern der Gebaͤu zuſammen geleitet und geſamm-let/ hernach durch einen groben Kießſand geläͤutert/ ferner mit Pompen oderEimern/ zum Kochen/ Waͤſchen und Trincken gebraucht wird.
Wie alle dieſe Bronnen zuzurichten/ iſt unſer Vorhaben hierinn nicht/ſondern wollen nur allein von Erkanntnuͤß der Waſſer/ wie auch Leitung undGrabung der Bronnen/ ſo bey dieſem unſerm Meyerhof noͤthig ſeyn moͤchte/mit Wenigem nachfolgende Anmerckungen beyfuͤgen.
1. Das Waſſer ſolle man ſuchen und die Bronnen graben im Auguſto,wann die Sonne in der Jungfrau/ vor dem Rquinoctio Autumnali: Itemim September und October; Dann/ wo Waſſer gefunden wird in dieſen
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