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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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5 Cla. v. Von Bronnetn. eMonaten/ ſo wird man allezeit Waſſer haben/ und wird daſſelbige in dieſenWronnen(ohne ſonderbare Zufaͤlle/ ſo durch Erdbidem geſchehen /) nimmerauſſenbleiben/ weiln zu dieſer Zeit ins gemein das Erdreich außgetrocknet/ důrrund kein Regen Waſſer hat.

2, Wann man ſuchen will/ wo Waſſer oder eine Quelle vorhanden iſt/ſo macht man ein Loch an dem jenigen Ort/ wo man graben will/ ohngefehrdrey Schuhe weit/ und fuͤnff Schuhe tieff/ und ſetzet auf den Abend einen irr-denen Hafen/ ſo nicht gebraucht iſt/ darein/ deckt hernach beſagtes Loch zu/wann nun am Morgen nach Aufdeckung des Lochs/ oder der Gruben/ derHafen zerfallen/ oder ſonſten gantz weich worden/ und zuſammen geſuncken/ ſoiſt es eine gewiſſe Anzeigung/ daß Waſſer vorhanden. Oder

3. Man nimmt auf den Abend eine Oel⸗Lampen/ ſetzt dieſelbige in dasLoch oder Grube/ wann das Liecht nicht brennen will/ oder leichtlich außliſchet/deutet daſſelbige ein feuchtes Erdreich/ und daß das Waſſer nicht weit darvon

eye.8g 4. Oder man nim̃ttrockene Schaafs⸗Wolle/ leget dieſelbige über Nachtin die Grube/ decket ſolche mit Reiſſicht oder Brettern zu/ druͤckt ſie hernachden andern Tag aus/ wann ſie nun feucht und naß/ ſo iſt Waſſer vorhanden:Wo aber die Wolle trocken/ ſo iſt kein Waſſer zu hoffen.

5. Dieaͤuſſerliche Anzeigungen und Zeichen des Waſſers unter der Er-den deuten auch etliche Gewaͤchſe an/ nemlich/ wo duͤnner Sand/ Wald⸗Wei-den/ Oerle/ Rohr/ Eppich/ und dergleichen/ gefunden werden/ da darff mankecklich graben/ und wird mandurch vorgeſetzte Proben erfahren/ daß Waſſervorhanden.

g Wann man nunnach beſagten Wahrzeichen feuchte Orter gefunden/ſo kan man den Bronnenanfangen zu graben/ deſſen Weite kan ohngefehr von7. biß 8. Schuhe genommen werden; Fuͤr die Faſſung deſſelbigen werdenzween Schuhe dick die Mauer gerechnet/ undiſt dieſes zuyerſtehen/ je nach-deme man den Bronnen groß oder klein machen will. Die Tieffe muß ſich rich-ten nach der Quelle/ biß man dieſelbige ſtarck findet/ und faſſen kan.

7. Betreffend die Gͤͤte des Waſſers/ und wie ſelbiges zuerkennen/ iſt obenbey der erſten Claß etwas Andeutung geſchehen/ und hat man inſonderheit aufden Grund oder Geſchlecht des Bodens zu ſehen; Dann/ iſt derſelbige lettich/ſo iſt gemeiniglich die Quell kleinundkeines guten Geſchmacks.

Iſt der Boden ſandicht/ ſo iſt die Quell gering/ ſuͤß und tieff unter der

Erde.Iſt die Erde ſchwartz/ ſo iſt dit Quell nicht groß/ und kommt vornemlichvom Winter⸗Regen/ hat aber gemeiniglich guten Geſchmack.Iſt der Boden leimicht/ ſo iſt die Quell mittelmaͤſſig und luſſeindet

ſchmacks.