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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Briefe an Bonstetten.

chen, weil er alle, die er lese, mache, und hieraufnach seinem Ideal die Arbeit der andern beurtheile.Eben so finde ich, daß ich meinem Bst. über die»Schweiz mich nicht verständlich machen kann. Sollteman nicht glauben, ich wolle durchaus die Herstel-lung der ausschließlichen Bürgerrechte, der Mono-pole, der gemeinen Herrschaften, aller Steifheit,«rller Engherzigkeit, welche die alte Verfassung mit-bringen mochte; und von dem allem will ich nichts.Will geradezu, was der erste Consul jetzt propo-«irt, eine, durch ewiges Gesetzgeben und lästigeMenge nicht verwirrende und drückende, ihre-Herrschgier nicht auf jeden Kuhstall ausdehnende,sondern auf die wahrhaft allgemeinen Gegen-stände sich beschränkende, wenig zahlreiche Central--rcgierung, und neben ihr die Vollgemalt der Kan-ronsverfaffungen in allem, dem gemeinen WohlUnschädlichen. Vier bis fünf Artikel des Planssollten, glaube ich, anders seyn: ich bin aber über-zeugt, daß es auch nur brauchen wird, es Bona-parte deutlich zu machen, und er wird eingehen;so hätten wir wiederum eine brauchbare, nach undnach perfectible Verfassung.

Ich war mit Rh. und mit seiner Frau herrlichZufrieden; sie meinen es sehr gut, und thun, wassie können. Andere wähnen, England werde beimallgemeinen Frieden eine Insel abtreten, auf daßAnser altes Wesen wieder aufgerichtet werde; diesuten Leute glauben, nach den Bourbons, sich dieInteressantesten für Europa, ich, abgerechnet, daßDir Engländer jenes wohl nicht thun, würde ich,-wenn sie es thäten, es für ein großes Unglück hal-ten. -Die jetzige Regierung mag das

Project eigentlich darum nicht, weil sie sich selbst«halten mochte; welcher Wunsch, bei dem gegenpc herrschenden, verachtungsvollen Mißmuth, ge-