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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Briefe an Bonflettsn.

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radezn unmöglich ist. Kurz, ich Lin für Vervoll-kommnung und Annahme des französischen Plans,dessen Mangel nicht nur die Zeit heilen kann, son-dern gute Wahlen jetzt schon unmerklkch machenwürden. Uebrigens ist das Land, so weit ich eSgesehen habe, ein herrlicher Garten wie zuvor, inden Wirthshäusern Ueberfiuß und Wohlfeile, überall,wo ich war, mannichfaltige Spur von Wohlstandund Fleiß. Von dem Elend anderer Orte, die ich-noch nicht sah, habe ich gehört: aber auch von denmöglichen, und, wenn man will, nicht schweren Re-medien. Ucberhaupt, nrenn ich bedenke, daß deröffentliche Unwille meist Gegenstände betrifft, welchevorübergehend sind, und Leute, deren Rolle ausge-spielt ist, so verzweifle ich an Restauration diesesAsyls, unserer guten Schweiz, gar und ganz nicht,und gäbe mein Leben dafür, zu Herstellung desGlücks derselben zu wirken.

Nach Paris zu gehen, und einige Wochen da zuseyn, hätte ich auch darum wirklich gewünscht, mußes mir aber versagen, weil hiezu es mir kurzum an.Gelde gebricht. An Hallern habe ich um Empfeh-lungen der Sache meines Reisegefährten, und vonder Schweiz so viel geschrieben, daß es bei ihmsteht, auch über die letztere sich mir zu erplicircn;welches ich wünschte, weil ich ihn sehr hoch schätze,und glaube, daß er viel thun könnte. Ich bin süwdas Vaterland zu allem bereitwillig, ohne Zudring-lichkeit.

Auch Frankreich ist nicht, wie Viele es schilder-ten : der Landbau ist nichts weniger als versäumt,ich habe auf den Dörfern viele neue Häuser gesehen.Die Lücke in der Volksmenge ist nicht größer (kaumso groß) als in Oesterreich. Die Uebel sind theils-Rachwehen, welche die Zeit stillen wird, theils Ver-säumnisse, welche im Frieden leicht gut zu machen