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Briefe an Bonstetten.
seyn werden. An Kraft und Muth hat der Ratio-nalcharakter gewonnen. Es ist allem zu helfen,wenn man will, wenn man sich anstrengt, der Re-gierung in die Hände zu arbeiten.
Mit Begeisterung betrat ich diesen Boden. KeinVolk, seit den Römern, hat öfter so gewaltig undauf so Viele gewirkt. Der Franken Reich war dasedelste, und ihm ist Europa Rettung vor den Ara-bern schuldig; ihm Deutschland Civilisation; ihmdie Menschheit Poxularisirung der Wissenschaften;und dieses Volk ersah in.diesen Lagen Gott, dasganze rostende Maschinenwerk der Staaten zu zer-brechen, oder dessen Führer zu neuer Beseelungdesselben zu nöthigen. So gingen sie alle vor mirüber, die großen Heroen, von Chlodwig bis Bona-parte, und eines jeden Wirkung, und was darinmenschlich und was im hohen Plane des Welt-genins war.
Fier ist ein liebenswürdiger Jüngling, vondem edelsten Herzen, kein Gelehrter (nichts weni-ger), aber vom gesundesten Sinn; ein tapfererund geschickter Officier; hier, zu Trier und Brüs-sel, hat er theils Güter, theils Forderungen; be-treibt diese, nimmt jene in Besitz, und wird nachden Umständen dieß oder jenes Vaterland wählen;denn in mehr als Einer Hinsicht gehört er Frank-reich wenigstens so mehr als Oesterreich zu. Nichtnur, weil wir die Reisekosten theilen, bin ich froh,daß er bei mir ist; wir sind sehr munter und las-sen uns die Zeit nie lang werden.
Daß ich Euch, Liebste und Beste, nie zu mirgeladen, hat seinen Grund bloß in der Furcht(gegründeten Furcht), Euch nicht seyn zu können,der ich wünschte. Daß ich mich ein wenig scheuenwürde, mit dir zu arbeiten, ist, weil du so leicht