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Briefe an Bonstetten.
wird wohl seyn, mir nach Schaffhausen zu schrei-ben: porte restante, oder bei meinem Bruder.Rh. wünscht mich wieder nach Beni; es wird vonden Umständen abhängen; sie können Vieles geben.
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Dank, inniger, warmer Dank dem Genius derFreundschaft, der nach 9 Monaten (seit Mai I8vrbekam ich weder Brief, noch Buch, noch irgend einLebenszeichen von Friedchen und Bon) endlich ein-mal wieder, und zwar aus dem Geburtslandsmeiner ersten Freundschaft, mir so einen Briefzukommen läßt, wie den ich jetzt Ihnen danke.Ich wußte vollends die Weltgegeud Ihres Auf-enthalts nicht. Vor wenigen Tagen erst hörteich von der armen Ludvlphin (der edle» Kranken-wärterin), daß ein Päckchen Schriften von Ibnen,ich weiß weder wie, noch wann, Ihnen r-ückadres-sirt worden sey. Darauf, bald, kam der Brief.Sey'n Sie Beide mir dafür gesegnet. Das Still-schweigen schmerzte, beunruhigte mich; Liebste,Verehrungswürdigste, wir müssen uns nie fremdwerden, nie verlieren; ich kann gar nicht begrei-fen, daß Bon mir nicht einmal eine Adresse fürEuch sandte. Genug, da sind wir wieder, wo wirwaren. Ich bin in den letzten Tagen des Juliushier wieder eingetroffen (war aber, der Zeitungenungeachtet, nicht zu Paris, nur in Lothringen undin den Niederlanden); mein Bruder und seineFrau begleiteten mich und blieben? Wochen beimir. Seither bin ich wieder in Ordnung, abernicht, wie Bon sich vorstellt, ein Bücherwurm.Es bleibt mir im Gegentheil zu wenige Muße fürLectüre: auf der Bibliothek beschäftiget mich einsystematischer Auszug des bloß alphabetischen Ka-