Briefe an Bonstetten.
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talogs, ohne welchen sie weder mir viel dienen,noch ich Anderen helfen könnte. Dann wendensich eine Menge junge Leute um Rath, Nachwei-sungen, Erläuterungen und mit hunderterlei An-fragen an mich; weiter kommen Fremde, die ichauswärts kannte, oder empfohlene; dann dieMenge Briefe; endlich kann ich mich in dieserStadt doch nicht ganz aller Gesellschaft entziehen;an Vacanztagen wird die Geschichte der Schweizfortgesetzt. Das ist wein Leben. Ueber politischeAngelegenheiten unserer Zeit ohne Auftrag Bro-schüren zu schreiben, ist nicht meine Sache: derWelt Lauf hat seinen unaufhaltbaren Gang, denich sehr gut sehe, und so wenig hindern kann, alsHoraz bei Philippi. Meiner Nation weiß ichnichts zu sagen, erstlich weil sie keine Ohren hatzu hören (der Lärm der Parteiungen ist zu betäu-bend), zweitens weil die Bestimmung ihres Schick-sal in der That nicht von ihr selbst.abhängt. Da-her wird, was ich jedem einzelnen Stand , undallen, etwa sagen könnte, in die Zueignung des4ten Theils der- Geschichte kommen, aber das wirdin einem halben Jahre so wahr und paffend seyn,als jetzt; hat also keine Eile; durch den Verzugwird es eher gewinnen. Im Uebrigen weiß ich nichtzu erklären, wie mein lieber Freund mich so scharfverurtheilen kann: wenn einst die Geschichte meinesVolks, und die Uebersicht der allgemeinen voll-endet, von mir überbleibt, so wird ein billigerRichter schwerlich finden, daß ich die Zeit verlo-ren habe. Wie viele Bücher schrieb denn Thuey-dides? War nicht diesen Meistern Ein Werk oftGeschäft des ganzen Lebens? Welche aber werdenmehr dauern, solche, oder die auf jede Messe diePressen schwitzen machen? Jeder hat seine Art;ich verdamme die hundert Bücher Voltaire's, Plu-