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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
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Briefe an Bonstetten..

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So schnell als möglich antworte ich, Verehr-teste, Geliebteste! wenn auch unbefriedigend.Denn im ersten Augenblick so einen Jüngling auf-zufinden, wie die Frau von Staöl ihn fordert,ist unmöglich; ich suche aber; schreibt mir ihreAdresse, damit ich ihr das Resultat nachmals mel-den kann. Schreibet mir auch zumal die Eurige.Ich wäre untröstlich. Euch nicht schreiben zu kön-nen : eben jetzt bin ich in der größten Krisis mei-nes Lebens; eine Zeit ist gekommen, wie der süßesteTraum jugendlicher Phantasie kaum gewagt hatte,sie mir vorzumalen. Ein junger Mann, vollMuth und Verstand, für alles Gute und Große,für die Classiker aller Zeiten und Völker enthusia-stisch, und gut wie ein Kind, ist unerwartet derFreund.meines Alters geworden, wie du der meinerJugend gewesen: wir wollen beisammen leben; erwill mich unabhängig machen, daß alle unsere Ieirunser sey. Die Manier wird sich nächster Tageentscheiden. Wollet Ihr alles wissen, so gebt mirEure Adresse. *) Ich bin wie im Traum, kannweder lesen noch schreiben. Jung bin ich wieder,rsjährig höchstens. Bon! du kennst mein lieben-des Herz. —

Nun wieder zu deinen ewigen Vorwürfen.Wo lebet ihr denn? In Europa unmöglich! Un-möglich in einem Lande, wo Zeitungen hinkom-men! Extra anni solisque vias. Sonst würdet

') Wir konnten keine ganz sicher« Adresse geben, undbaden über diese interessante Erscheinung nie etwasNäheres erfahren. A. d- H. .