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Johannes von Müllers Briefe an Carl Victor von Bonstetten III : geschrieben vom Jahr 1773 bis 1809 ; Briefe an Herrn Charles Bonnet : Briefe an Freunde 1 / herausgegeben von Friederika Brun
Seite
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Briefe an Bonstetten.

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Klage es peinigen; ich habe genug (und genughat's mir gekoster) einmal dir vertraut zu haben,was mir begegnete. Unwissend, wo du seyst, sendeich unserer Freundin den Brief. Die Kraft ge-bricht mir, mehr zu Ogen; wer, besser als Sieund als du, weiß, wie verschieden die des zartenNervensystems von der des durch Grundsätze cral-tirten Geistes ist; jenes ist müde, ist mir verzerrt,grausam gemartert, noch fehlt heilender Balsam,noch erneuert eines jeden Tages Geschichte oderBedürfniß die schmerzlichen Leiden, und weil ichdie Oberhand noch nicht errungen, vermag ich auchnicht. Euch jetzt mehr zu schreiben. Lebe wohl.Trauter meiner bessern Tage. Leben auch Siewohl, durch die mein Bonstetten, aus dem Va-terlande verscheucht! und um alles in Gefahr,Friede und Arbeitskraft fand! Wolle der guteGenius, welcher uns vor heute 30 Jahren verei-nigte, auch mir aufhelfen, oder bald mich ent-rücken !

I. v. Müller.

Meine Adresse wie immer, denn meine Stellehabe ich noch; so viele Mühe die Verfasser derfalschen Briefe sich geben, mir dieselbe zu verlei-den,*) um, sagte einst einer überall, durch Ver-

: ) Diesen Scheel des Schmerzens erhielt ich, so weitich mich erinnere, erst nach meiner Rückkehr ausRom in Dänemark, wo ich 2 Tage nach meinerAnkunft gefährlich krank ward, und bis Julius1805 blieb, jeder korresyvndenz unfähig. Bonstetrten kehrte im Julius l«oZ in die Schweiz zurück,und wir waren also getrennt, als ich diesen Brieferhielt. F. Br.