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Der nützlichen Hauss- und Veld-Schule erster Theil, in welchem ausführlich enthalten, wie man ein Land-Feld-Guth und Meyerey mit aller Zugehöre ... mit Nutzen anordnen solle : worbey dann auch zugleich eine zur Hausshaltung auf dem Lande nützliche Hauss-Artzney für Menschen und Viehe, samt allerhand raren und vorträglichen Hauss-Künsten, mit sonderbarem Fleiss colligirt ... / und nunmehr mit dem lang-verlangten zweyten Theil, samt darzu gehörigen Figuren und einem vollständigen Register an den Tag gegeben durch Georg Andream Böckler
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Ins gemein. 8,

hen 8 gegen die Schultern/ gleich als wolte ſie ſich waſchen/ ſo erwar-tet ſie Regen.

45. Wann das Viehe mit den Fuͤſſen oder Hoͤrnern lang in die Erdegraͤbet/ und heben die Haͤupter auf gegen Norden/ ſo bedeutet es groß Winter-Wttter und Regen. 1

46. Wann die Haſen ſich verkriechen/ ſo bedeutet es Regen.

47. Wann das Viehe eine Zeitlang mit offenen Naß⸗Loͤchern uͤber ſichriechet nach dem Wind oder Himmel/ ſo vermercket es Regen.

48. Wann den Hunden die Baͤuche murren und rauſchen wie Waſſer/8 ſie graben oder ſcharren Loͤcher/ und heulen des Morgens/ ſo iſt Regennicht weit. 1

42. Wann die Eſel und Maul⸗Eſel die Koͤpffe und Ohren ungewoͤhn-

ich ſchuͤtteln/ ſo wird bald ein Regen kommen.

50. Wann das Viehe traurig/ und ungewoͤhnlich ſchreyet und bruͤllet/wann es des Abends heim nach dem Stall gehet/ ſo iſt es ein gewiſſes Zeichen/daß es in wenig Tagen willregnen/ und ungeſtumm Wetter kommen.·

51. Wann die Ziegen uͤbermaͤſſig haſtig und begierig nach ihrem Futterſeynd/ alſo/ daß ſie ſich weder mit Worten noch Schlaͤgen nicht abtreiben/noch abjagen laſſen/ ſo iſt es ein gewiß Zeichen zum Regen und Sturm.

52. Alſo auch wann die Schafe im Heimtreiben das Graß aufdem Wegeabfreſſen/ und ſich nicht darvon abtreiben wollen laſſen. 8

53. Wann die Tauben ſpaͤt vom Felde heimkommen/ ſo ſeynd ſie eineBottſchafft des Regens.

9 54. Wann der Gruͤnſpecht viel knarret und ſchreyet/ ſo verkuͤndiget erſegen.

7. Wann der Reyger ſchreyend ſeine Pfutzen/ Waſſer/ See/ Teich/ ꝛe.

verlaͤſſet/ undſich traurig mitten auf das Feld ſetzet/ oder ſehr hoch fliegt/ ſo

iſt es ein Zeichen zum Sturm und Regen.

76. Wann der Vogel Koͤnigleinſich freuet/ und luſtig iſt in ſeinem Flugund Geſang/ ſo wird bald Regen kommen. 5

57. Alſo auch wann ſich das Roth⸗Bruͤſtleinin hohle Baͤume verſtecket/oder in oͤde Haͤuſer. 1

58. Wann die Kraͤhen auf Steinen im Waſſer ſitzen/ und ſich offt tau-chen und ſchreyen/ ſo bedeutet es Regen. 1

59. Wann die Schwalben niedrig auf der Erde fliegen/ oder uͤber dasFee daß ſie ſolches mit den Baͤuchen anruͤhren/ ſo bedeutet es Sturmund Regen.

60. Wann die Gaͤnſe auf das Feld eilen in das Graß/ ſchreyen und plat-

ſchen im Waſſer mit den Fluͤgeln/ und tauchen ſich/ ſo verfündigen ſie 5I, ¹