Band 
Erster Band.
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Arnolpho di Lapo.

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ten auf eine merklichere Weise vorherrschte. Es bildet zwischenbeiden den Uebergang, und gewährt bei seinem Anblicke eingewisses besonderes Interesse, das durchaus kein Anderes ein-zuflößen vermag.

Wer immer ein Vergnügen daran findet, seit der Wieder-herstellung der Künste die Entwickelung und die Fortschrittedes guten Geschmacks in denselben und besonders in der Bau-kunst zu verfolgen, wird dieses Gebäude als eines derjenigenbetrachten, die, indem sie sich von der alten Gewohnheit ent-fernt, am meisten dazu beigetragen, daß man zu dem alter-thümlichen Geschmacke zurückgekehrt.

Wenn einmal die Kunst nach einer Reihenfolge von Ver-suchen und Anstrengungen durch Regeln und Beispiele einenfesten Standpunkt gewonnen, bewundert man in den Werkendes Baumeisters allerlei Verdienste, die er weniger sich selbst,alö dein Zustande verdankt, in welchem die Kunst ihm über-liefert worden. Eben so aber gibt es dann auch tausend Fehler,für deren Vermeidung man ihm nicht Dank weiß. Von demJahrhundert, in welchem Arnolpho lebte, kann man geradedas Gegentheil sagen. Weit entfernt, sich durch Regeln undBeispiele Licht verschaffen zu können, war er vielmehr, wennman so sagen darf, selbst der erste Schimmer, welcher in Mitteder, seit Jahrhunderten verdickten Finsternisse, seinen Nachfol-gern vorzuleuchten begann, indem er die Bauart reinigte undsie von dem Chaos der gothischen Ueberflüffigkeiten befreite.

Mit einer-aus allen Unordnungen und Verwirrungen ent-standenen Bauart vermischt und verkleidet, behielten die dreiTheile der Architektur: Construktion, Eintheilung und Verzie-rung unter sich weder Maaß noch Verhältniß mehr. Arnolphohatte das Verdienst, dieselben unterscheidend zu ordnen. Wennin seinem Denkmale die Verzierung am meisten vernachlässigtscheint, so leistete er dadurch der Kunst ebenfalls einen sehrglücklichen Dienst, indem Einfachheit nie Fehler erzeugen wird.