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suchte, fand er die Irikuna von Rosselino wieder, und schlugdem Pabste vor, die Construktion derselben vollenden und mittelseiner Summe von hundert tausend römischen Skudi, hier seinenBegräbnißplatz einrichten zu lassen. Zweimal hundert lau-tend', wenn es erforderlich ist, erwiederte der Pabst ent-zückt, und befahl auf der Stelle Giuliano da Sän Gallound Bramante den Platz zu untersuchen und ihm zu Folgedessen ein Projekt darüber zu entwerfen.
Wie eine Idee oft zu einer andern führt, so erweckte diesein Julius II. den großen Gedanken, eine neue St. Peters-kirche bauen zu lassen. Es war von der Irikuns NikolausV. in keiner andern Absicht mehr die Rede, als um den Plan,von dem sie nur einen kleinen Theil ausgemacht, in seinemganzen Umfange wieder aufzunehmen. Julius II. zog diegeschicktesten Architekten der damaligen Zeit zu Rathe; in derThat aber fanden nur zwischen Sän Gallo und Bramante Debatten hierüber Statt. Letzterer trug den Sieg davon undvon einer Menge Projekte, die er dem Pabste vorlegte, wähltedieser dasjenige, nach welchem der Bau der St. Peterekircheendlich begonnen wurde.
In dem gegenwärtigen Plan der Basilika des VatikanShat man Mühe, das eigentliche Projekt Bramante's wiederzu-finden. Es hat sich davon nichts erhalten, als die allgemeineIdee und das, was man die erste Erfindung nennen kann.Die vielen Veränderungen, welche dieses Denkmal erlitten,sind in der Geschichte verzeichnet, welche der Jesuit Bonnanihierüber herausgegeben; und man muß gestehen, daß nochwenige Denkmäler vor ihrer Vollendung so vielen unterworfengewesen. Bramante starb und seine Projekte und Zeichnungen,wenn anders diejenigen, vie er über die St. Peterskirche' hinterlassen, vollständig waren, wurden zerstreut. Was wirdavon kennen, verdanken wir der Sorgfalt Raphaels, welcherseine Gedanken gesammelt und in einem allgemeinen Plane